Schlangen 4.0 initiiert Lärmmessung durch Bundesamt in der Senne

veröffentlicht

  • 0
Ausgestattet mit der TA Lärm und einem speziellen Lärmmessgerät sind Bodo Kibgies (Schlangen 4.0) und Uwe Hirsch (Kompetenzzentrum Baumanagement der Bundeswehr) in Oesterholz-Haustenbeck unterwegs. - © Henning Schwarze
Ausgestattet mit der TA Lärm und einem speziellen Lärmmessgerät sind Bodo Kibgies (Schlangen 4.0) und Uwe Hirsch (Kompetenzzentrum Baumanagement der Bundeswehr) in Oesterholz-Haustenbeck unterwegs. (© Henning Schwarze)

Schlangen/Bad Lippspringe. Das Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr wird in den nächsten Monaten verstärkt die Lärmemissionen des Truppenübungsplatzes Senne unter die Lupe nehmen und die Einhaltung der Richtlinien überprüfen. Dies ist das Ergebnis eines Treffens der Initiative Schlangen 4.0 mit dem zuständigen Mitarbeiter der Bundeswehr, wie die Initiative mitteilt.

Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Beschwerden aus der Bevölkerung über den Manöverbetrieb in der Senne gekommen ist, hat sich Schlangen 4.0 zu dem Thema mit Uwe Hirsch vom Kompetenzzentrum Baumanagement der Bundeswehr in Düsseldorf ausgetauscht. Hirsch ist zuständig für die Überwachung und Einhaltung von Lärmemissionen militärischer Einrichtungen in NRW. Zuletzt war Hirsch dazu einige Tage in der Senneregion, um persönlich Messungen durchzuführen und mit dem britischen Militär zu sprechen. Er ging Beschwerden von Anwohnern aus verschiedenen Senne-Anrainerkommunen nach und traf sich mit Vertretern von Schlangen 4.0.

Hirsch weist darauf hin, dass auch für den unter britischer Kommandantur stehenden Truppenübungsplatz Senne seit 2011 die gleichen Regeln für das Lärmmanagement gelten, wie sie auch auf Standorten der Bundeswehr verbindlich sind. Im Rahmen des Lärmmanagements müsse vor dem Übungsbetrieb jeder Schuss, die zugehörige Waffengattung sowie Zeit und Datum der Range Control gemeldet werden. Da es zum Jahresbeginn vermehrt Beschwerden aus der Bevölkerung gab, würden die Daten aus dieser Zeit nun besonders geprüft.

Regelmäßige Messungen

„Da in den nächsten Monaten und Jahren mit einer drastischen Zunahme des militärischen Übungsbetriebs zu rechnen ist, freut es uns sehr, dass zugesagt worden ist, zukünftig regelmäßig Messungen in den Anrainerkommunen durchzuführen", teilt Henning Schwarze von Schlangen 4.0 mit. Darüber hinaus rät Uwe Hirsch der Initiative, selbst Messungen durchzuführen und ihm zur Verfügung zu stellen. Erst kürzlich hatten die Bürgermeister von Bad Lippspringe und Schlangen kommuniziert, dass zur weiteren Lärmabschottung die Anlage zusätzlicher Wälder und Wälle in Planung sei. Nach Auffassung des Lärmexperten aus Düsseldorf würden diese allerdings kaum eine Wirkung erzielen.

Copyright © Lippische Landes-Zeitung 2021
Inhalte von lz.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare