Missbrauchsfall Lügde: Prozess gegen 16-Jährigen beginnt in wenigen Wochen

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Der 16-Jährige muss sich vor dem Landgericht Paderborn verantworten. - © Lena Henning
Der 16-Jährige muss sich vor dem Landgericht Paderborn verantworten. (© Lena Henning)

Kreis Höxter/Lügde. Der gravierende Missbrauchsfall beschäftigt weiter die Gerichte: Medienberichten zufolge muss sich ab dem 10. Oktober ein heute 16-Jähriger aus dem Kreis Höxter vor dem Paderborner Landgericht verantworten.

„Mein Mandant wurde auf dem Campingplatz in Lügde von Mario S. missbraucht. Er berichtete von zahlreichen Fällen im Alter von zehn bis 14 Jahren und wurde später selbst zum Täter", sagt Verteidiger Thorsten Fust. Nachdem Mario S. verhaftet worden sei, habe 16-Jährige jüngere Kinder missbraucht. „Aus dem Opfer wurde nun ein Täter, weil er mit dem sexuellen Missbrauch aufgewachsen ist", sagt Fust. Als er bei der Polizei als Opfer gehört wurde, habe er auch seine Übergriffe gegen mehrere Kinder in Paderborn eingeräumt.

Der Fall ist im März bekannt geworden. Damals wurden die Eltern und Betreuer der Paderborner Pauline-Schule in einem Brief der Schulleiterin über die Vorfälle informiert. „Er ist selbst noch ein Kind und hat die Taten erst mit der Pubertät einordnen können", sagt Fust. Sein Mandant sei froh, dass ihm in der Therapie geholfen werde.

Information
Alle Berichte zum Missbrauchsfall Lügde finden Sie hier.

 LZ-Bericht zu dem 16-Jährigen vom 8. August: Fall Lügde - 16-jähriges Missbrauchsopfer nun selbst angeklagt

Hier sehen Sie noch einmal die Dokumentation zum Fall Lügde

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