Bielefeld/Dortmund. Der Neonazi Sascha Marcel Krolzig, der seit Jahren als Anmelder mehr oder weniger großer Neonazi-Demos in Bielefeld auftritt, wird demnächst ins Gefängnis müssen. Das Landgericht Dortmund verurteilte den Bundesvorsitzenden der rechtsextremen Splitterpartei „Die Rechte" jetzt zu einer Haftstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Das Landgericht hat drei Taten zu einer Gesamtstrafe zusammengefasst. In Dortmund hatte Krolzig im Dezember 2016 Kneipengäste rassistisch beleidigt. In Bielefeld hatte er den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Herford-Detmold, Matitjahu Kellig, als „frechen Juden-Funktionär" bezeichnet. Das Landgericht Bielefeld sah darin den Tatbestand der Volksverhetzung als erfüllt an und verurteilte ihn zu sechs Monaten Haft ohne Bewährung. Vor dem Oberlandesgericht Hamm war Sascha Krolzig mit seiner Revision im Februar diesen Jahres gescheitert. Damit wurde das Urteil des Bielefelder Landgerichts rechtskräftig. Außerdem hatte der Neonazi in der Öffentlichkeit den Hitlergruß gezeigt.