Testpflicht für alle: So läuft der erste Schultag in NRW am Montag

Jemima Wittig

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Ein komplettes, unbenutztes Set des sogenannten "Lolli-Test" 
(PCR-Pooltest) steht in einem Klassenzimmer der Grundschule und wartet 
auf den Schulstart. - © dpa | Peter Kneffel
Ein komplettes, unbenutztes Set des sogenannten "Lolli-Test" (PCR-Pooltest) steht in einem Klassenzimmer der Grundschule und wartet auf den Schulstart. (© dpa | Peter Kneffel)

Bielefeld. Mit dem Schulstart am Montag weitet das Land NRW die Testpflicht an Schulen aus. Auch Geimpfte und Genesene müssen sich nun regelmäßig testen lassen, um am Unterricht teilnehmen zu dürfen. Dafür wurde die Coronabetreuungsverordnung geändert, die so nun bis zum 7. Februar gilt. Angekündigt hatte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) die neue Regel bereits am Mittwoch.

Gebauer zufolge diene die Maßnahme der Sicherheit und der Aufrechterhaltung des Präsenzunterrichts. "Um den für unsere Schülerinnen und Schüler so wichtigen Präsenzunterricht auch in diesem Jahr bestmöglich abzusichern, haben wir schon vor und in den Ferien die erforderlichen Maßnahmen getroffen", erklärte die Ministerin. "Zum Schulstart verfügen alle Schulen über eine ausreichende Anzahl sensitiver Tests und qualitativ hochwertiger Testmaterialien, um die erweiterte Testpflicht umzusetzen." Immerhin müssen am ersten Schultag insgesamt 2,5 Millionen Schülerinnen und Schüler getestet werden.

Bereits am Dienstag hatte Gebauer SPD-Forderungen nach neueren Corona-Tests, die auch auf die Omikron-Variante ansprechen, als substanzlos zurückgewiesen. Dem Ministerium lägen Zertifikate des Herstellers vor, dass sowohl die bisher genutzten als auch die neuen Antigen-Selbsttests für die Omikron-Variante geeignet seien, stellte Gebauer klar.

So wird getestet

Laut Ministerium gilt die Testpflicht für Schülerinnen und Schüler "sowohl bei den dreimal wöchentlichen Testungen mit Antigen-Selbsttests an weiterführenden Schulen, als auch bei den zweimal wöchentlichen PCR-Pool-Tests („Lolli-Tests") an Grund- und Förderschulen sowie an den weiteren Schulen mit Primarstufe". Auch das Personal muss sich regelmäßig testen. Dabei kann es entweder an den wöchentlich drei Testungen mit Antigen-Selbsttests an den Schulen teilnehmen oder das Ergebnis eines negativen Bürgertests an den Test-Tagen vorlegen. "Beschäftigte, die keine Immunisierung nachweisen, müssen darüber hinaus an Präsenztagen auch außerhalb des Testrhythmus in der Schule einen Antigen-Selbsttest vornehmen oder den Nachweis über einen negativen Bürgertest vorlegen." Dies entspricht der Regelung von 3G am Arbeitsplatz.

Test am ersten Schultag

Am ersten Schultag nach den Ferien werden alle Schüler der weiterführenden Schulen per Antigen-Schnelltest getestet. Alle anderen Kinder werden mit einem "Lolli-Test" getestet. "Dabei geben die Kinder erstmals auch eine zweite, sogenannte Rückstellprobe mit ab, um eine gegebenenfalls nötige Pool-Auflösung zu beschleunigen." Auch das Personal wird getestet.

Die weiteren Regeln

Die Maskenpflicht bleibt weiterhin für alle Beteiligten in den Schulen bestehen. Ebenso gilt weiterhin die Quarantäneregelung, „dass in der Regel nur das infizierte Kind auch in Quarantäne muss", sagte Gebauer.

Kritik an den Maßnahmen

Der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft NRW sowie der SPD reichen die Maßnahmen nicht. Sie fordern unter anderem einen Stufenplan beziehungsweise Notfallplan bei steigenden Infektionszahlen. Die Schulen rechnen mit einem chaotischen Start.

Mit Material der dpa.

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