Gütersloherin überrascht fremde Lkw-Fahrer an Raststätten in OWL

Lena Vanessa Niewald

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Fremden Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern - auch 2022 soll das am ersten Weihnachtstag wieder gelingen. - © Sarah Borree
Fremden Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern - auch 2022 soll das am ersten Weihnachtstag wieder gelingen. (© Sarah Borree)

Gütersloh. Weihnachten 2022 am Rastplatz: Es gibt viele Menschen, die über die Feiertage unterwegs auf den Straßen sind. Nicht nur, um Verwandte oder Freunde zu besuchen, sondern weil sie es als Lkw-Fahrer beruflich müssen. Sarah Borree aus Gütersloh möchte genau ihnen eine besondere Freude machen.

Am ersten Weihnachtsfeiertag klappert Borree mit vier Bekannten aus ihrem Verein mehrere Raststätten in OWL ab. Sie verteilt liebevoll gepackte Geschenktüten mit Schokolade, selbst gebackenen Keksen und Co.

Sarah Borree ist Vorsitzende des Gütersloher Tierschutzvereins Hundehilfe ohne Grenzen. Regelmäßig fährt sie selbst ins Ausland, um Straßenhunde zu retten, sie vor Ort zu kastrieren oder sie auch direkt mit nach Deutschland zu nehmen, um hier zu vermitteln. Durch ihre vielen Auslandstransporte hat Borree selbst Erfahrungen mit langen Fahrtstrecken und Aufenthalten an Rastplätzen. Sie weiß, wie einsam man sich dort schnell fühlen kann.

Sarah Boree aus Gütersloh ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Hundehilfe ohne Grenzen. - © Sarah Borree
Sarah Boree aus Gütersloh ist Vorsitzende des Tierschutzvereins Hundehilfe ohne Grenzen. (© Sarah Borree)

Gütersloherin ist selbst jedes Jahr tausende Kilometer unterwegs

„Wir kennen die Probleme und Nachteile der Lkw-Fahrer“, sagt Borree, „was in den USA ein anerkannter und geschätzter Beruf ist, wird bei uns oft als störend und minderwertig abgestempelt.“ Sie sei selbst jedes Jahr mehrere tausend Kilometer unterwegs und würde so viele Lkws, die warten, sehen – egal ob an Feiertagen Wir sind selbst jedes Jahr mehrere tausend Kilometer unterwegs und sehen so viele Lkw - egal ob an Feiertagen oder sonntags. „Wir wollen ihnen einfach ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“

Bereits im vergangenen Jahr ist Sarah Borree mit einem kleinen Team losgezogen. „Wir haben damals fünf Raststätten geschafft“, erinnert sie sich, „die Dankbarkeit bei den Lkw-Fahrern war riesig.“ Überwiegend trafen sie 2021 auf Männer aus Polen und Rumänien. Sie waren an Weihnachten hunderte Kilometer von Zuhause, ihren Familien und ihren Liebsten entfernt – und viele Stunden am Stück alleine in ihren Lastwagen.

„Man hat einfach gespürt, dass sie sich freuen, dass jemand an sie denkt.“ Viele von ihnen hatten ihren Kabinen sogar weihnachtlich geschmückt. „Einige Männer saßen auch zusammen hinten auf der Ladefläche als wir kamen und hatten es sich einigermaßen gemütlich gemacht.“ Wenige Fahrer hatten auch ihre kleinen Hunde dabei und sogar eine Katze dabei. Darauf ist das Team von Sarah Borree auch in diesem Jahr wieder vorbereitet. „Ein paar Leckerlis haben wir natürlich im Gepäck.“

Spenden noch bis zum Wochenende möglich

Noch bis allerspätestens Samstag können kleine Spenden, in Form von Schokolade, Keksen oder anderen Aufmerksamkeiten an verschiedenen Stellen abgegeben werden: Hundesalon Vier Pfoten, Kleintierpraxis Weinert oder beim Vereinssitz von Hundehilfe ohne Grenzen an der Felix-Wankel-Straße 10.

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