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Smart Bench

An dieser besonderen Sitzbank können Gütersloher jetzt ihr Handy laden

Gütersloh. In Gütersloh gibt es inzwischen die erste Bank, auf der man nicht nur sitzen, sondern auch kostenlos sein Handy mit Sonnenenergie laden kann. Eine solche Smart Bench ist Ende vergangenen Jahres am Parkour-Park an der 3. Gesamtschule aufgestellt worden. Durch einen erfolgreichen Antrag im Ausschuss für Digitales, Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing hatte die BfGT das Projekt zuvor auf den Weg gebracht. Der Verein holte später die Gütersloher Stadtwerke als Spender ins Boot.

Wie die Stadtwerke erläutern, kommt die smarte Bank gänzlich ohne zusätzliche Stromversorgung aus. Möglich macht das ein Photovoltaikmodul, das in die Sitzfläche der Bank integriert ist. Bei Sonnenschein lädt es sich auf, erzeugt Solarstrom und speichert ihn.

Bis zu vier Personen können ihre Smartphones dort gleichzeitig laden. Dafür stehen ihnen zwei USB-Anschlüsse sowie zwei weitere induktive und somit kabellose Lademöglichkeiten zur Verfügung. Eine Datenkommunikation der Bank mit dem Smartphone gibt es im Übrigen zu keinem Zeitpunkt, versichert Stadtwerke-Sprecherin Isabel Rüschoff.

Kosten im mittleren, vierstelligen Bereich

Über das Photovoltaikmodul werden gleichzeitig Daten zur Stromerzeugung und -nutzung von der Stadt Gütersloh ausgewertet. „Diese Daten dienen der Funktionskontrolle aus der Ferne sowie als Nutzungsnachweis und zeigen die erzeugte und verbrauchte Energie und damit die CO2-Einsparung an.“

Aus Sicht der Stadtwerke ist der von der Stadt ausgewählte Standort für die smarte Bank ideal. „Er zeichnet sich durch viel Sonne, wenig Schatten und vor allem viele Besucherinnen und Besucher aus“, sagt Rüschoff.

Im Rahmen der smarten Stadtraumgestaltung sei die Bank zuletzt von der Stadt installiert worden. Hergestellt hat sie eine Firma aus Süddeutschland, die Kosten belaufen sich laut den Stadtwerken auf einen „mittleren vierstelligen Betrag“.

Sorge, dass die Bank durch Graffitis oder Vandalismus in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, haben die Stadtwerke nicht. „Wir gehen davon aus, dass die Gütersloher im Sinne aller Bürger sorgfältig mit dieser Bank umgehen und ihren Mehrwert zu schätzen wissen“, sagt Rüschoff.

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