Herford/Köln. Das ehemalige Model und Ex-Boxweltmeisterin Viktoria S. aus OWL, alias Hanna Hansen, und der wohl bekannteste Salafist Deutschlands, Sven Lau, sind nach Informationen dieser Redaktion nach islamischem Recht verheiratet. Die Sicherheitsbehörden sehen in der Beziehung eine ernst zu nehmende Verbindung. Über die Beziehung berichtete zuvor die „Bild“. Demnach seien die gebürtige Herforderin, die zeitweise als Model, DJ und Profikampfsportlerin aktiv war, und Lau seit Ende 2024 nach islamischem Recht verheiratet. Sie soll laut Bericht die Drittfrau des Predigers sein. Die Trauung soll womöglich in Saudi-Arabien während einer Pilgerreise stattgefunden haben. Getraut haben soll sie ein bekannter Salafist aus NRW, der zeitgleich ein enger Vertrauter von Lau ist. Lau und Hansen leben aber offenbar nicht zusammen – Hansen lebt eigenen Angaben zufolge in Köln, Lau in Düsseldorf. Viktoria S. konvertierte vor einiger Zeit zum Islam und entwickelte sich laut Verfassungsschützern zu einer bedeutenden Influencerin der salafistischen Szene. Immerhin folgen ihr alleine bei Instagram mehr als 200.000 Personen. Regelmäßig konvertieren Frauen bei ihr, Videos veröffentlicht sie dann auf verschiedenen Plattformen. Sie gilt als eine Art Popstar in der Islamisten-Szene und lockt laut Sicherheitsbehörden vornehmlich junge Menschen an. Hansen dementiert, lediglich Drittfrau zu sein Lau hatte derweil der Salafisten-Szene eigentlich abgeschworen, nahm sogar an einem Aussteigerprogramm teil. Dabei galt er lange Zeit als eines der bekanntesten Gesichter des salafistischen Milieus. Exklusive Recherchen dieser Redaktion offenbarten im vergangenen Jahr jedoch, dass er offenbar wieder Teil der Szene ist. Mittlerweile verdichten sich die Hinweise – so soll er zeitweise sogar wieder als Prediger aktiv sein und von den Behörden als sicherheitsrelevant geführt werden. Hanna Hansen dementierte auf Anfrage lediglich, die dritte Ehefrau von Lau zu sein. Andere Angaben ließ sie – auch auf erneuter Nachfrage – unkommentiert. In sozialen Medien bezeichnete sie schließlich die mediale Berichterstattung in den vergangenen Wochen über sie als Beispiele für die „Arbeit des Shaytans“, übersetzt meint sie damit die „Arbeit des Teufels“.