Herford. Er ist da: An einer der am stärksten frequentierten Kreuzungen in der Herforder Innenstadt steht jetzt ein neuer Blitzer. Am Starenkasten an der Berliner Straße/Lübberstraße/Mindener Straße wurde am Donnerstag, 11. Dezember, eifrig gearbeitet. Ist er etwa jetzt schon scharf und nimmt Verkehrsrowdys ins Visier? „Aktuell wird die Technik in die Säule eingebaut. Dazu zählt unter anderem auch die Kamera“, sagt Kreissprecher Patrick Albrecht auf Nachfrage der Redaktion. Zudem wurde die Säule ausgerichtet. Ab wann wird hier geblitzt? „Ziel ist es, dass der Blitzer im Laufe des Dezembers scharf gestellt ist“, sagt Patrick Albrecht. Da nun aber die Feiertage anstehen, ist es damit sehr wahrscheinlich, dass die Blitzersäule schon in der kommenden Woche ihren Betrieb aufnimmt. „Herfords neue Geldquelle“ist Gesprächsstoff in den sozialen Medien So manch ein Autofahrer dürfte an der an der Kreuzung Berliner Straße/Lübberstraße/Mindener Straße allein beim Anblick des Starenkastens auf der kleinen Verkehrsinsel schon den Fuß vom Gaspedal nehmen. Sicher ist schließlich sicher. In einer lokalen Facebook-Gruppe sorgt das Messgerät bereits für Gesprächsstoff. „Herfords neue Geldquelle“ steht über einem jetzt veröffentlichten Beitrag, der ein Bild des Blitzers zeigt. Tatsächlich wurde dieser aber gar nicht auf Veranlassung der Stadtverwaltung aufgestellt. Der Kreis Herford steht hinter der Maßnahme. Der Grund: An dem wichtigen Verkehrsknotenpunkt war es in den vergangenen Jahren immer wieder zu schweren Crashs gekommen. Und nicht selten waren den teils heftigen Kollisionen Rotlichtverstöße vorausgegangen. So etwa am 27. Dezember vergangenen Jahres, als zwei Autos auf der Kreuzung ineinander krachten. Drei Menschen waren damals verletzt worden. Die Unfallkommission des Kreises hatte den Bereich zu dem Zeitpunkt auf dem Schirm – und auch schon eine Idee in der Hinterhand, wie man die Unfallhäufungsstelle entschärfen könnte. Planungen für Rotlichtblitzer in Herford laufen seit 2024 Bereits im Herbst 2024 waren daher die Planungen für den neuen Blitzer angelaufen. Seinerzeit hatten die Beteiligten des Kreises Herford und des Landesbetriebs Straßen NRW die Kreuzung unter die Lupe genommen, die für die Aufstellung eines Blitzers notwendigen Messungen durchgeführt. „Aufgrund der zahlreichen Rotlichtverstöße – insbesondere aus Fahrtrichtung Bad Salzuflen – wird die Einrichtung einer dauerhaften stationären Rotlichtüberwachungsanlage als geeignete Maßnahme angesehen“, hatte Kreissprecher Patrick Albrecht im Zuge der Voruntersuchungen erklärt. Etwa später machte dann auch die Kreispolitik den Weg für den Starenkasten frei – gab sozusagen grünes Licht für den Rotlicht-Blitzer. Angepeilt worden war zunächst, dass mit der Errichtung der Anlage im Frühjahr, spätestens im Sommer, begonnen werden sollte. Letztlich rückten die ersten Bautrupps aber erst Ende Oktober an. Für Tiefbauarbeiten zur Verlegung der für die Blitzersäule erforderlichen Kabel wurde die Rechtsabbiegerspur der Mindener Straße auf die Berliner Straße temporär dichtgemacht. Nachdem diese Baustelle abgeschlossen war, passierte zunächst nichts – zumindest bis jetzt. Kreissprecher Albrecht bestätigte am Mittwoch, 3. Dezember, auf Anfrage: „Das Gehäuse der Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachungsanlage ist jetzt aufgestellt.“ In den Blick nimmt der Blitzer dabei wie geplant die Fahrspuren der Berliner Straße in Fahrtrichtung Herforder Bahnhof. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt dort bekanntermaßen 50 Stundenkilometer.