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Porta Westfalica

Kraftwerk Veltheim droht vorzeitiges Aus

Geschäftsleitung informierte auf Betriebsversammlung

Dem Gemeinschaftskraftwerk Veltheim droht ein vorzeitiges Aus. - © Foto: Lyrath
Dem Gemeinschaftskraftwerk Veltheim droht ein vorzeitiges Aus. (© Foto: Lyrath)

Porta Westfalica-Veltheim (dh). Dem Gemeinschaftskraftwerk Veltheim (GKV) in Porta-Westfalica (Kreis Minden-Lübbecke)  droht das vorzeitige Aus. Eine Stilllegung bereits im Jahr 2015 ist nicht ausgeschlossen.

Die Geschäftsleitung informierte in einer Betriebsversammlung über entsprechende Gedankenspiele der Kraftwerksgesellschafter. Dies sind die Eon Kraftwerke GmbH, sie hält zwei Drittel der Anteile, und die Stadtwerke Bielefeld GmbH.

"Eine Stilllegung vor dem Jahr 2018 kann nicht ausgeschlossen werden", sagte gestern GKV-Geschäftsführer Jörg Röthemeier auf MT-Anfrage und wies auf die schlechte Ertragslage hin. "Die Großhandelspreise sind sehr niedrig. Das wirkt sich auf die Wirtschaftlichkeit des GKV aus."

Zuletzt 65 von 144 Stellen gestrichen

Eine Entscheidung über die Zukunft des Standortes Veltheim sei aber noch nicht gefallen. Die Gesellschafterversammlung werde bis zum Jahresende die Auswirkungen einer möglichen Schließung prüfen und auf dieser Grundlage eine Entscheidung fällen. An Spekulationen über ein konkretes Jahr beteilige er sich nicht, sagte Röthemeier.

Fakt ist, dass eine mögliche Stilllegung ein Jahr vorher angezeigt werden muss. Bei einer Entscheidung Ende dieses Jahres liefe der frühestmögliche Zeitpunkt wohl auf Anfang 2015 hinaus.
Für die GKV-Belegschaft ist dies die zweite Hiobsbotschaft innerhalb eines Jahres. Bekanntlich wurden zuletzt 65 von 144 Stellen gestrichen.

Die meisten der betroffenen Männer und Frauen wechselten in den Vorruhestand. Die Verringerung auf 79 Mitarbeiter wird wegen entsprechender Fristen erst Ende 2014 abgeschlossen.
Stromerzeugung in Veltheim erfolgt inzwischen nur noch im Block 3. Seine Betriebsgenehmigung läuft bis 2018. Bislang gingen die verbliebenen Mitarbeiter davon aus, dass ihre Arbeitsplätze bis dahin recht sicher sind. Seit gestern scheint dies mehr als fraglich.

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