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„Detroit: Become Human“ erreicht 15 Millionen Verkäufe – Ausnahme des narrativen Gamings

Spielszene aus „Detroit: Become Human“: Androiden in Formation, symbolisch für die komplexen Fragen zur Identität und Freiheit im Spiel. © Quantic Dream

„Detroit: Become Human“ hat einen außergewöhnlichen Meilenstein erreicht: Mehr als 15 Millionen verkaufte Einheiten weltweit auf Playstation 4 und PC – ein Rekord, der sieben Jahre nach dem Release die anhaltende Relevanz des interaktiven Erzählspiels unterstreicht und zugleich den Erfolg von Quantic Dreams erzählerischem Ansatz beweist.

Ursprünglich im Mai 2018 für Playstation 4 veröffentlicht und später auf dem PC erschienen, hat „Detroit: Become Human“ seitdem eine bemerkenswerte Verkaufs­entwicklung durchlaufen: Von rund acht Millionen Einheiten im Jahr 2023 über elf Millionen im Jahr 2025 bis hin zum neuen Meilenstein von 15 Millionen Anfang 2026. Diese Zahlen machen deutlich, dass der Titel weit über seinen Launch hinaus Anklang findet – ein ungewöhnlicher Erfolg für ein stark narratives Singleplayer-Spiel ohne Live-Service- oder Multiplayer-Mechaniken.

Im Kern erzählt „Detroit: Become Human“ die Geschichte einer futuristischen Gesellschaft, in der menschenähnliche Androiden beginnen, ihre Existenz, Freiheit und Identität zu hinterfragen. Spielerinnen und Spieler steuern drei zentrale Figuren – Connor, Kara und Markus – und treffen Entscheidungen, die weitreichende Konsequenzen für den Verlauf der Handlung und das Schicksal der Charaktere haben. Diese verzweigte Erzählweise, bei der Entscheidungen sichtbar unterschiedliche Handlungsverläufe auslösen, gehört zu den prägendsten Merkmalen des Spiels.

Reflektieren über Empathie, Entscheidungen und Menschlichkeit

Zwei Androiden aus „Detroit: Become Human“ in einer emotionalen Szene. - © Quantic Dream
Zwei Androiden aus „Detroit: Become Human“ in einer emotionalen Szene. (© Quantic Dream)

David Cage, Präsident, Autor und Regisseur bei Quantic Dream, betont in der offiziellen Mitteilung, dass „Detroit: Become Human“ mehr als nur ein Spiel sei – es sei eine „gemeinsame Reise“ für Millionen von Spielern weltweit, die über Empathie, Entscheidungen und Menschlichkeit reflektiere. Guillaume de Fondaumière, CEO und Publishing-Leiter des Studios, hebt hervor, dass der anhaltende Erfolg und die emotionale Resonanz des Spiels dessen kulturellen Einfluss und nachhaltige Bedeutung unterstreichen.

Der anhaltende Verkaufserfolg steht dabei nicht nur für kommerzielle Stärke, sondern auch für das Vertrauen einer engagierten Community in ein narratives Erlebnis, das Spielerinnen und Spieler nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Besonders jüngste Verkaufszahlen sind teilweise auf Plattformangebote wie zeitlich befristete Rabatte zurückzuführen: So erreichte der Titel im Zuge eines Winter-Sales auf Steam wieder hohe Chart-Positionen und starke Verkaufszahlen, was den Lebenszyklus des Spiels zusätzlich verlängerte.

Debatten aus „Detroit“ sind in der Realität angekommen

Ein menschenähnlicher Androide aus „Detroit: Become Human“. - © Quantic Dream
Ein menschenähnlicher Androide aus „Detroit: Become Human“. (© Quantic Dream)

Während klassische Blockbuster oft nach Monaten oder wenigen Jahren aus dem kulturellen Gedächtnis verschwinden, wird „Detroit: Become Human“ weiterhin gespielt, analysiert und diskutiert – auch weil seine thematischen Fragestellungen heute aktueller erscheinen denn je. In unserer Games-Rubrik „Zurückgespielt“ haben wir bereits hervorgehoben, wie stark die Debatten um künstliche Intelligenz, Ethik, Rechte nicht-menschlicher Wesen und technologische Grenzen in der Realität angekommen sind – und wie ein Spiel wie „Detroit“ als Spiegel unserer Gegenwart fungiert.

Kritisch begleitet wurde „Detroit: Become Human“ zwar auch – etwa wegen Überzeichnungen sozialer Themen oder gelegentlich als linear empfundenen Erzählsträngen –, doch gerade diese Diskussionen tragen zur Sichtbarkeit und Langlebigkeit des Titels bei.

Mit mehr als 15 Millionen Einheiten weltweit gehört „Detroit: Become Human“ heute zu den erfolgreichsten narrativen Spielen der letzten Jahre – ein Beleg dafür, dass interaktive Erzählkunst nicht nur eine Nische, sondern ein tragfähiges kulturelles und wirtschaftliches Phänomen darstellt. In einer Zeit, in der KI-Debatten, moralische Dilemmata und technologische Zukunftsfragen immer mehr Teil unseres Alltags werden, bleibt „Detroit: Become Human“ ein Meilenstein, der weit über das Medium Videospiel hinaus wirkt.

„Detroit: Become Human“ ist für Playstation und PC erhältlich und kostet rund 40 Euro. Das Spiel ist ab 16 Jahren freigegeben.

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