Sieg in letzter Sekunde: FC Augustdorf gewinnt den LZ-Cup

Niklas Böhmer

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Ausgelassene Stimmung nach Abpfiff: Der FC Augustdorf ist LZ-Cup-Sieger 2020. - © Niklas Böhmer
Ausgelassene Stimmung nach Abpfiff: Der FC Augustdorf ist LZ-Cup-Sieger 2020. (© Niklas Böhmer)

Lemgo. Was für eine Spannung: Als beim 3:1 bereits vieles auf einen Sieg für den FC Augustdorf hindeutet, trifft der TBV Lemgo in der letzten Spielminute gleich zwei Mal und schafft den Ausgleich zum 3:3. Alles innerhalb von nur 30 Sekunden. Es sind keine 15 Sekunden mehr zu spielen, als sich der Augustdorfer Marco Mescheder bei einem Freistoß den Ball zurechtlegt, abzieht und Mitspieler Patrick Ehrenberg den Schussversuch sehenswert mit der rechten Fußinnenseite ins Tor bugsiert. Damit war der Wahnsinn in der gut gefüllten Phoenix-Contact-Arena perfekt. Nach 2018 sicherte sich der FCA damit zum zweiten Mal den LZ-Cup im Lemgoer Handballtempel.

Wenngleich der Siegtreffer dann doch überraschend fiel, hinterließen die Sandhasen an diesem Turniertag den stärksten Eindruck: Sie zeigten konstante Leistungen. Schon das Halbfinalspiel gegen den RSV Barntrup hatte die Mannschaft von Trainer Matthias Heymann mit Bravour gemeistert, wies den Bezirksligisten mit 4:1 in die Schranken. Finalist TBV Lemgo hatte sich in einem engen Match mit 2:1 über den Post-TSV Detmold hinweggesetzt.

Weniger spannend verlief dagegen das Finale der Frauen. Landesligist FC Donop-Voßheide ließ dem personell gebeutelten TSV Sabbenhausen – der immerhin Bezirksliga spielt - kaum Luft zum Atmen, zog noch vor dem Seitenwechsel mit 5:0 davon. Zwei weitere Treffer folgten in Durchgang zwei. Der Freude über die erfolgreiche Titelverteidigung tat dies allerdings keinen Abbruch. Im Halbfinale hatte man die SG Lieme/Bexterhagen mit 3:0 bezwungen.

Fotostrecke: Die LZ-Cup-Endrunde 2020

Drei Mannschaften punktgleich

Ebenfalls gut verkauften sich B-Ligist TuS Eichholz-Remmighausen – das zwischenzeitliche 0:7 gegen Augustdorf mal ausgeklammert - und der TuS Lipperreihe. Eichholz, das auf den Rängen gut sichtbar von einer breiten Anhängerschaft angefeuert wurde, gewann seine Auftaktpartie gegen den TuS WE Lügde und hatte in einem unterhaltsamen letzten Gruppenspiel gegen den Lemgoer A-Liga-Spitzenreiter SC Bad Salzuflen nur knapp das Nachsehen (3:4).

Denkbar knapp scheiterte der TuS Lipperreihe in der Vorrunde. Punktgleich mit Post-TSV Detmold und TBV Lemgo (alle sechs Punkte) landete die junge Mannschaft von Frank Fulland auf dem dritten Platz. Zuvor hatte man den TBV Lemgo (1:0) und Jerxen-Orbke geschlagen (3:0) und lediglich gegen Post-TSV Detmold (2:5) Federn gelassen.

Auch der TuS Asemissen und SF Berlebeck-Heiligenkirchen hatten bis zum letzten Gruppenspiel noch die Möglichkeit, sich als bester Gruppenzweiter den Weg ins Halbfinale zu ebnen. Weil man im direkten Aufeinandertreffen nur Remis spielte (1:1), schauten letztlich aber beide Teams in die Röhre. Ohne Glück und ohne Punkte blieben an diesem Tag der TuS WE Lügde und SVE Jerxen-Orbke. Die beiden Teams teilten sich die letzten Plätze mit TuS Ahmsen (3 Punkte).

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