Kreis Lippe. „Beide Vereine stehen einem Jugendförderverein offen gegenüber.“ Das sagt Ralf Fasse (53), stellvertretender Vorsitzender der Fußball-Abteilung des TBV Lemgo und langjähriger Nachwuchs-Chef. Damit ist klar: Der TBV und der SVE Jerxen-Orbke wollen künftig gemeinsame Sache in den Altersklassen U13 bis U19 machen. "Kräfte bündeln" Das Ziel: „Wir möchten die Kräfte bündeln. Es wird immer schwerer, talentierte Kicker und gute Trainer zu finden. Den Talenten wollen wir die Möglichkeit bieten, bei uns auf hohem Niveau zu spielen und nicht nach Verl oder Theesen fahren zu müssen“, erläutert Fasse. Thomas Jussen, Jugendobmann beim SVE, hofft, „dass die Eltern und die Vereine den Weg mitgehen, weil es der richtige für den Fußball in Lippe ist.“ "Dann können wir es gleich zusammen machen." Den Stein ins Rollen brachte ein Gespräch im Sommer zwischen Fasse und Jussen. Beide stellten fest, dass – mal wieder – einige Spieler von einem Verein zum anderen wechselten. „Dann können wir es auch gleich zusammen machen“, waren sich beide einig. Regelmäßige Treffen gab es und gibt es auch noch in den nächsten Wochen und Monaten. „Es ist ein längerer Weg. Das Ziel lautet, dass es zur Saison 2021/2022 mit dem Förderverein los geht“, so Fasse. Konkret bedeutet das für die Spieler der beiden Vereine ab dem zweiten D-Junioren-Jahr: Sie bleiben Mitglied beim SVE oder dem TBV, gehören gleichzeitig dem Förderverein an und spielen auch für diesen bis zum Ende ihrer Juniorenzeit. Dann sind sie wieder Jerxen- oder Lemgo-Kicker. Spielklassen gingen über „Die Spielklassen der beiden Vereine gingen in der übernächsten Saison in den Förderverein über. Bei der U13 wäre nur eine Bezirksliga-Truppe möglich“, erläutert Fasse. Beide Vereine haben die Verantwortlichen für den Jugendfußball, Udo Wille (Detmold) und Daniel Hollensteiner (Lemgo), über ihre Pläne informiert. Die nächsten Monate wollen die Vereine nutzen, um sich weiter anzunähern und offene Fragen (Beispiel: Wer bildet den Vorstand? Wie heißt der Förderverein?) zu klären. Gemeinsame Trainingseinheiten und die Teilnahme an Turnieren des Partners sind geplant. Der TBV hatte mit Brakel schon mal über eine Zusammenarbeit nachgedacht, die am Eltern-Veto gescheitert war. Fasse kennt das Thema aus Bad Oeynhausen, wo er wohnt. Hier machen der FC und TuS Lohe gemeinsame Sache in einem Förderverein.