Zustand lippischer Sportplätze: "Mein Respekt gilt meinen Trainerkollegen"

Uwe Hohnhold

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Uwe Hohnhold - © Vera Gerstendorf-Welle
Uwe Hohnhold (© Vera Gerstendorf-Welle)

Ein großes Thema in diesem mega Sommer ist der Zustand der Sportplätze. Vor diesem Hintergrund nötigt es mir größten Respekt ab, unter welchen Bedingungen einige meiner Trainerkollegen arbeiten müssen.

Beispiel SG Istrup-Brüntrup. Die haben bereits seit Wochen nur noch Auswärtsspiele, weil ihr Platz in einem katastrophalen Zustand ist und sich von der Stadt keiner richtig darum kümmert. Auf ihr Heimrecht im Kreispokal haben sie freiwillig verzichtet. Ursprünglich sollte die Partie in Brüntrup stattfinden.

Wir sind von Fortuna Schlangen umsonst angereist und konnten uns von den katastrophalen Zuständen überzeugen. Der Schiedsrichter hat sich richtigerweise geweigert, hier ein Spiel anzupfeifen. Gefühlt befanden sich 50 Maulwurfshügel und ähnlich viele Löcher auf dem Geläuf. Man konnte nicht rückwärts über den Rasen gehen, ohne nicht umzuknicken. Zustände, wie ich sie in knapp 31 Jahren Trainertätigkeit noch nie erlebt habe. Wir haben die Partie dann eine Woche später bei uns auf Kunstrasen nachgeholt.

Doch seitdem haben die Istruper noch immer kein Heimspiel bestreiten können. Zwei B-Liga-Partien sind schlichtweg ausgefallen. Es ist traurig, wie die Städte und Gemeinden teilweise mit den Amateursportlern umgehen und sie mit ihren Problemen allein lassen.

Nochmals: Mein Respekt gilt meinem Trainerkollegen Roy Wangert und seinen Kickern, die ihrem Verein trotz alledem die Treue halten.

Uwe Hohnhold ist Trainer von Fortuna Schlangen.

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