Detmold. Eigentlich sind doch die Fußballer des Landesligisten Post-TSV Detmold die Experten für späte Tore. Doch Sonntag-Nachmittag mussten die Lipper mit ansehen, wie der TuS Dornberg in der Nachspielzeit erfolgreich war und mit 2:1 (0:0) gewann. Eiskalter Konter Gleich zweimal hatten sich die Detmolder in den vergangenen Spielen in den letzten Minuten die drei Punkte gesichert. Beim 3:2 gegen Lohe war Marco Mescheder erfolgreich, beim 3:2 im Gastspiel beim VfB Fichte Bielefeld war Robert Fiorilli der umjubelte Akteur. Nun wendete sich das Blatt, und den Post-TSV erwischte es selbst in der Schlussphase. Die Gastgeber liefen in einen Konter, den der TuS Dornberg in der dritten Minute der Nachspielzeit eiskalt ausspielte und mit dem Tor zum 2:1 durch den eingewechselten Kevin Vata vollendete. „Den einen Zähler hätte ich gerne mitgenommen", haderte Trainer André Patscha mit dem späten Treffer. Doch er fügte sogleich an: „In den vergangenen Spielen hatten wir das Glück zum Ende hin." Es entwickelte sich zunächst eine Partie, die von Vorsicht geprägt war. Die ersten guten Einschussmöglichkeiten hatte der Gast, und doch stand zur Pause ein gerechtes 0:0 auf dem Papier. Zu behäbig war vor allem der Spielaufbau bei den Platzherren. „Wir müssen klarer spielen, keiner wollte den Ball haben, die nötige Ruhe fehlte", ärgerte sich Patscha. Fiorilli nickt zum 1:1 ein Es passte an diesem Nachmittag ins Bild, dass dem 0:1 durch Clemens Bachmann nur vier Minuten nach dem Seitenwechsel ein Fehler im Spielaufbau vorausging. Der Post-TSV meldete sich allerdings zurück, als Felix Buba in einen Zweikampf kam, den Ball über den Torwart lupfte und Robert Fiorilli zum Ausgleich einnickte (79.). Doch das letzte Ausrufezeichen setzte der Gast aus Bielefeld. „Zum Schluss hin war der Dornberger Sieg verdient", meinte André Patscha. Zu gerne hätte sein Team in diesem Vergleich gepunktet. „Wir wollen die Spiele gegen Dornberg und gegen Schloß Holte möglichst nicht verlieren, um die Gegner nicht aufzubauen", hatte Post-TSVTrainer Ralf Brokmann noch vor dem Anpfiff erklärt. Und auch das Vorhaben, einen weiteren Schritt in Richtung 40 Punkte zu machen, hat der Aufsteiger verpasst. Denn habe man diese auf dem Konto, „dann können wir uns ein nächstes Ziel setzen" (Brokmann). 35 Zähler sind es zurzeit nach 22 Spielen.