Nach Tötung 21-Jähriger: Tatverdächtiger wird ausgeliefert

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Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. - © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. (© Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild)

Die Auslieferung des mutmaßlichen Mörders und Vergewaltigers einer 21-jährigen Frau aus Warendorf in Münsterland ist von den spanischen Behörden bewilligt worden. Es gebe eine relativ enge Frist, der 30-Jährige müsse bis spätestens kommenden Freitag nach Deutschland überstellt werden, sagte der Münsteraner Oberstaatsanwalt Martin Botzenhard am Freitag. Zuvor hatten die «Westfälischen Nachrichten» darüber berichtet.

Für die Überstellung ist demnach das Polizeipräsidium Münster zuständig. Wie sie konkret umgesetzt wird, werde gerade geplant, sagte Botzenhard. Die spanischen Behörden seien gebeten worden, die sichergestellten Beweismittel den deutschen Beamten mitzugeben.

Der Deutsche war europaweit per Haftbefehl wegen Mordverdachts, Vergewaltigung und Raubes mit Todesfolge gesucht worden. Mitte November nahm ihn die spanische Polizei kurz vor Madrid auf einer Autobahn fest. In Deutschland soll ihm nun der Haftbefehl verkündet werden.

Der Beschuldigte aus Ennigerloh soll das spätere Opfer am 9. November gegen 5.30 Uhr an der Haustür abgefangen und mit einem Messer zurück in die Wohnung gedrängt haben. Dort soll er die Frau vergewaltigt und dann getötet haben. Mit dem Handy und dem Portemonnaie der Frau soll er geflüchtet sein und mit der EC-Karte Geld vom Konto der 21-Jährigen abgehoben haben.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt sich bei dem Gesuchten um einen Bekannten der Frau. Beide sollen einmal Arbeitskollegen gewesen sein.

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