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Regierung

NRW-Regierungschef Wüst besucht Japan

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) ist am Sonntag zu einem sechstägigen Besuch in Japan eingetroffen. Wüst besucht nach Angaben der Staatskanzlei bis Freitag die Hauptstadt Tokio sowie Osaka und Fukushima, wo es im März 2011 zu einer verheerenden Reaktorkatastrophe gekommen war.

«Nordrhein-Westfalen und Japan verbinden gemeinsame Werte wie Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie intensive Bestrebungen bei wichtigen Zukunftsthemen wie dem Gelingen der Energiewende auf dem Weg zu klimaneutralen Industriestandorten», sagte Wüst laut Mitteilung vom Sonntag.

Der CDU-Politiker informiert sich in Japan an Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorten unter anderem über Medizintechnik sowie Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie und besucht soziale Projekte. Dabei geht es auch um das Thema Einsamkeit, für deren Bekämpfung sich Wüst besonders stark macht. In Tokio ist der Besuch eines Cafés geplant, in dem Menschen mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen virtuell arbeiten können. Sie steuern von zuhause aus Roboter in dem Café und können mit den Gästen sprechen.

Außerdem stehen politische Gespräche unter anderem mit den Gouverneuren der Präfekturen Osaka und Fukushima auf dem Programm. Begleitet wird Wüst von einer Delegation aus Wirtschafts- und Unternehmensvertretern, den Rektoren der Universitäten Bonn und Bochum sowie dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Düsseldorf.

Japan ist der wichtigste Partner für NRW in Asien. Im Düsseldorfer Raum ist eine der größten japanischen Gemeinschaften Europas.

Japan ist Wüsts erste große Auslandsreise als Regierungschef. Zuvor hatte er die NRW-Nachbarländer sowie noch während der Corona-Pandemie Israel besucht. Die Israel-Reise im März 2022 musste Wüst wegen einer Corona-Infektion unfreiwillig verlängern und dort rund zehn Tage in Quarantäne bleiben.

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