Die Manager Klaus Allofs und Simon Rolfes halten die Moral-Diskussion nach Wechseln zahlreicher Fußballprofis nach Saudi-Arabien für unangebracht. «Man darf von Fußballern keine andere Moral verlangen als im normalen Leben», sagte der frühere Europameister Allofs, heute Sport-Vorstand des Zweitligisten Fortuna Düsseldorf, auf dem «Rheinischen Bundesliga-Gipfel» der «Rheinischen Post»: «Am Ende ist es eine persönliche Entscheidung. Deshalb kann ich das schon nachvollziehen.»
Bayer Leverkusens Sportchef Simon Rolfes erklärte, er persönlich würde nie nach Saudi-Arabien wechseln. «Definitiv nicht. Aber ich maße mir nicht an, zu sagen: Wieso macht er das? Im Endeffekt ist es wirklich eine persönliche Entscheidung.»
Sportchef Christian Keller vom Bundesligisten 1. FC Köln erklärte, man müsse solche Wechsel «nicht zwingend verstehen und gut finden. Aber das Gute aus europäischer Sicht ist: Es kommt mehr Geld in den Markt». Das freut auch Allofs. «Ich weiß nur nicht, wie weit das runtersickert», sagte er: «Ich glaube, das kommt nicht in der 2. Liga an.»