SPD-Spitzenkandidat Jochen Ott will als Ministerpräsident jedem neugeborenen Kind ein Startkapital von 5.000 Euro mit auf den Weg geben. «Der Betrag wird in einem Fonds der NRW-Bank angelegt, die dann damit arbeiten kann. Ab dem 18. Lebensjahr wird er dann ausgezahlt», erklärte er seine Idee in der «Rheinischen Post». «Das leistet einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit gerade für die jungen Erwachsenen», betonte der SPD-Fraktionschef.
Die Politik müsse dringend mehr für Chancengerechtigkeit tun. Es gebe zu viele junge Leute, die «große Schwierigkeiten haben, in die Ausbildung oder ins Studium zu starten», ergänzte Ott bei WDR5. «Wenn Sie sich überlegen, wie teuer die Führerscheine schon heute geworden sind, oder wie viele junge Leute nicht von zu Hause ausziehen können, weil sie die Mieten nicht mehr bezahlen können.» Dagegen könne das Startkapital helfen.
Die Politik müsse aber insgesamt bei den Kitas und den Schulen ansetzen, um den Kindern einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Wenn am Ende der Schulzeit 20 Prozent der Kinder nicht ausbildungsreif seien, «dann sägen wir hier an dem Ast, auf dem wir sitzen», betonte Ott.
Der 51-jährige Oppositionsführer im Landtag war am Freitag vom Landesvorstand einstimmig als Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl 2027 nominiert worden.