Lipper wegen Betrugs verurteilt: 63 Mal Provision ergaunert

41-Jähriger gesteht – Gericht setzt Strafe zur Bewährung aus

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Oerlinghausen/Detmold (sew). Die Versicherungsverträge hat es nur auf dem Papier gegeben, die Provision aber steckte ein Versicherungsmakler ein. Rund 100.000 Euro kamen zusammen, bis die Versicherung Anzeige erstattete. Das Amtsgericht verhängte eine Strafe von einem Jahr und zehn
Monaten. Außerdem muss der 41-Jährige 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

Nach Informationen der Landes-Zeitung hatte Martin F. (Name von der Redaktion geändert) ein Versicherungsbüro in Helpup. F. war dort aufgewachsen und engagierte sich im Sportverein. Auch nachdem er nach Oelde umgezogen war, behielt er sein Versicherungsbüro in Helpup. Vor Gericht ging es um gewerbsmäßigen Betrug. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, zwischen dem 1. September 2010 und dem 30. September 2013 in 63 Fällen mit falschen Personalien Versicherungsverträge abgeschlossen zu haben. Die Provisionen in Höhe von 105.378,31 Euro von der Versicherung steckte der selbstständige Handelsvertreter
ein.

Vor Gericht räumte der Angeklagte die Taten ein. F. hatte zunächst die Adressen einiger entfernt bekannter Personen
verwendet, die Versicherungsverträge abgeschlossen und sie später wieder storniert. Das Geld strich er ein und als ihm die Namenausgingen, erfand er neue Personalien. Die Versicherung schöpfte Verdacht und prüfte einige Adressen. Dann flog der Schwindel auf und die Staatsanwaltschaft erhob Anklage. Richter Martin van der Sand wertete zu Gunsten des Angeklagten, dass er keine Vorstrafen hatte, er geständig war und der wirtschaftliche Schaden nicht mehr ganz so groß war, weil die Versicherung einen Teil des Geldes zurück erhalten
hatte. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt, die Sozialstunden müssen innerhalb eines Jahres abgeleistet werden.

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