Landestheater setzt Wagner-Serie mit den "Meistersingen von Nürnberg" fort

Barbara Luetgebrune

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Sind startklar: Lutz Rademacher, Jürgen Wannhoff, Stefan Dörr, Andreas Trotz und Kay Metzger (von links). - © Barbara Luetgebrune
Sind startklar: Lutz Rademacher, Jürgen Wannhoff, Stefan Dörr, Andreas Trotz und Kay Metzger (von links). (© Barbara Luetgebrune)

Detmold. Das Landestheater bringt in der Spielzeit 2016/17 „Die Meistersinger von Nürnberg“ auf die Bühne. Damit setzt das Haus seine Serie von Inszenierungen der Werke Richard Wagners fort.

Das Inszenierungsteam der Produktion, die am 18. September 2016 Premiere haben soll, bilden wieder Intendant Kay Metzger und Ausstattungsleiterin Petra Mollérus. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Lutz Rademacher.

Die Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ stelle für jedes Theater einen besonderen Kraftakt dar. „Neben den zahlreichen Rollen erfordert Wagners einziges heiteres musikalisches Werk eine sehr große Chorbesetzung“, sagt Metzger. Speziell dieser hohe Personalaufwand könne nur durch die Unterstützung der Produktion durch den Verein der Theaterfreunde und die Sparkasse Detmold-Paderborn bewältigt werden. Beide fördern die „Meistersinger“ mit je 40.000 Euro. „Ohne diese Unterstützung könnten wir es im laufenden Spielbetrieb nicht unterbringen“, sagt Metzger.

Die drei Hauptrollen würden mit „drei hervorragenden Gästen“ gefüllt, sagt der Intendant, diese Besetzung werde durch Haus-Mitglieder sehr schön ergänzt.

Das Landestheater habe mit dem auf mehrere Spielzeiten angelegten „Ring“-Projekt (2009), mit „Parsifal“ (2012 und „Tristan und Isolde“ (2013) – die Inszenierungen waren ebenfalls von den Theaterfreunden und der Sparkasse unterstützt worden – eine auch über die Region hinaus viel beachtete Spielplanlinie verfolgt. Von solchen Leuchtturm-Projekten profitiere das Haus in vielerlei Hinsicht. Metzger und Rademacher sehen etwa die hohe Qualität von Bewerbungen für Orchester und Musiktheaterensemble im guten Renommée des Landestheaters begründet. Und dieses sei wiederum maßgeblich durch die großen Wagner-Projekte gestärkt worden.

Die Attraktivität der Bühne durch solche Leuchttürme zu fördern: Das, so erklärten Jürgen Wannhoff, Vorsitzender der 600 Mitglieder zählenden Theaterfreunde, und Sparkassen-Vorstand Andreas Trotz, sei auch für ihre Institutionen jeweils eine wichtige Motivation, die Produktion zu unterstützen.

Vier Gastspiele der „Meistersinger“ – von denen jedes, so berichtet der Verwaltungsdirektor des Landestheaters, Stefan Dörr, mit immerhin 38.500 Euro zu Buche schlage – seien bereits verkauft. „Das Theater in Schweinfurt wird 50 Jahre alt und hat aus diesem Anlass vier Vorstellungen der ,Meistersinger‘ auf den Spielplan gesetzt“, sagt Metzger. Ein Gastspiel in Paderborn sei ebenfalls geplant, eines in Wolfsburg sei im Gespräch.

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