Lärm für Anwohner am Heidesportplatz in Augustdorf befürchtet

Manfred Brinkmeier

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Vandalismus am Heidesportplatz in Augustdorf. - © Klaus Senft
Vandalismus am Heidesportplatz in Augustdorf. (© Klaus Senft)

Augustdorf. Nach langer Diskussion haben sich Rat und Verwaltung dafür ausgesprochen, den Heidesportplatz zum Heidepark umzugestalten. Dem widerspricht der Augustdorfer Klaus Senft. Er fordert in einem offenen Brief an die Verwaltung den Erhalt des Heidesportplatzes.

„Mich bewegt die Frage, wie es mit dem Heidesportplatz weitergeht", stellt er zunächst fest. Denn seines Erachtens werde dort ein Sportplatz „ohne Zwang für die Bevölkerung kaputtgemacht", sagt Senft. „Das ist ein Schulsportplatz sowie ein Sportplatz für die Vereine. Die Anwohner dieser Siedlung haben sich mit dem Sportverein arrangiert", erklärt er zu den Hintergründen. Durch die neue Nutzung wird in seinen Augen „die Lärmbelästigung erst mal richtig losgehen".

Dabei habe der Rat der Gemeinde Augustdorf sowohl an der Grundschule, als auch an der Realschule, am Freibad und an den Turnhallen immer wieder Vandalismus festgestellt, ereifert er sich. Aus diesem Grund hat Klaus Senft nun zahlreiche Fragen an die Verwaltung formuliert.

Sie reichen von „Besteht zu dem heutigen Heidesportplatz eine Baugenehmigung?", „Sind bei der Errichtung des Heideparks bestimmte Öffnungszeiten vorgesehen?", „Wer ist für die Einhaltung der Öffnungszeiten zuständig?", über „Wie wird das Gelände vor Vandalismus geschützt?", „Welche voraussichtlichen Kosten entstehen für die Reinigung und Pflege des Heideparks?, „Wer ist für die Pflege zuständig?, „Wie werden die Folgekosten für den Heidepark finanziert?", bis hin zu „Sollten für die Finanzierung Steuererhöhungen notwendig sein, in welcher voraussichtlichen Höhe werden die Bürger jährlich an den Kosten beteiligt?", „Sind Lärmschutzmaßnahmen für die unmittelbar angrenzenden Anlieger geplant?" „Wer betreut die Jugendlichen auf diesem Gelände?" und „Warum werden die Bürger nicht beteilig (keine Sportinteressierte)?".

Und auch die Finanzierung ist für Klaus Senft ein Thema: „Damit der Heidepark zum Freizeitpark umfunktioniert wird, würde man 740.000 Euro zur Finanzierung erhalten, zehn Prozent müsste die Gemeinde selbst finanzieren. Das würden also noch mal etwa 70.000 Euro sein." Die Reparatur des Heide-Sportplatzes würde aber nur 240.000 bis 300.000 Euro kosten, rechnet Senft vor. Für ihn steht fest: „Es ist wichtig die Pläne zu Seite zu legen und erst einmal ein grundlegendes Konzept für die Jugend zu erarbeiten."

Bürgermeister Dr. Andreas Wulf hat in seiner Antwort an Klaus Senft mitgeteilt, dass er den offenen Brief an die Ratsfraktionen weitergeleitet habe. Zudem gehe der Antrag an den Haupt- und Finanzausschuss.

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