Augustdorf. Die Pandemie hat das Lernen verändert: Home-Schooling stand für viele Schüler zum ersten Mal auf dem Plan. Nicht in jeder Familie war das problemlos möglich, lag es an der Ausstattung, der Internetverbindung oder der wohnlichen, beziehungsweise familiären Situation. Das Land Nordrhein-Westfalen hat daher das Programm „Extra-Zeit zum Lernen" für außerschulische Bildungs-? und Betreuungsangebote ins Leben gerufen. Auch in Augustdorf haben Schüler davon Gebrauch gemacht. In der Grundschule In der Senne gab es beispielsweise eine Projektwoche zum Thema Naturwissenschaften, ein Tanzprojekt und ein Heimatforscherprojekt (die LZ berichtete). Darüber hinaus hat die Jugendsiedlung Heidehaus „Extra-Zeit zum Lernen" im Haus Funkenflug angeboten. Bedarf an Schulen „Die erste Maßnahmenrunde ist abgeschlossen. Es ist gut gelaufen. Die Schulen haben Bedarf gemeldet. Wir haben nun weitere Mittel beantragt, mit denen wir die Angebote fortführen wollen", sagt Olaf Kupsch, Fachbereichsleiter Bildung, Soziales und Sport. Jedoch empfehle es sich aus seiner Sicht nicht, bei den derzeit hohen Inzidenzzahlen mit der außerschulischen Förderung zu beginnen. Ende vergangenen Jahres gab es aber für acht bis zwölf Grundschüler im Haus Funkenflug unter anderem im Lesen, Rechnen und Schreiben Angebote des gemeinsamen Lernens. Diese fanden unter fachlicher Anleitung zwei Mal wöchentlich für je drei Stunden innerhalb des Zeitraumes von acht Wochen statt, heißt es in einem Bericht von Sozialarbeiter Ludger Merschmann. Verstehen gefördert Gefördert worden seien das Textaufgabenverständnis, sinnerfassendes Lesen, das Verstehen der Texte, Schreiben von Texten, aber auch Grammatik und Leseübungen wie lautes Lesen. Darüber hinaus habe es auch motorische Angebote und Teambuilding-Aktionen gegeben. Letztere hätten auch die Eigenmotivation der Kinder gefördert. Nach Einschätzung der Beteiligten war „Extra-Zeit zum Lernen" in Augustdorf erfolgreich insofern, dass das Angebot dazu beitrug, Lernrückstände zu mindern und zu mehr Sicherheit zu gelangen. Rund 3000 Euro Kosten habe das Programm verursacht, 80 Prozent werden vom Land NRW gefördert, sodass die Sennegemeinde rund 600 Euro selbst dazu beisteuern musste.