Kein Platz im Krankenhaus für Notfallpatientin aus Bad Salzuflen

Sven Kienscherf

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Rettungseinsatz: Normalerweise sollen Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden. - © Boris Roessler/dpa
Rettungseinsatz: Normalerweise sollen Patienten mit Verdacht auf Schlaganfall so schnell wie möglich in ein Krankenhaus gebracht werden. (© Boris Roessler/dpa)

Eine Bad Salzuflerin erleidet in ihrer Wohnung einen Schlaganfall. Notarzt und Sanitäter finden zunächst keine Klinik, die die 67-Jährige aufnimmt.

Es ist der 31. Mai 2019, als die Mutter von Daniela Schmidt (Name geändert) in Bad Salzuflen zusammenbricht. Der Rettungsdienst ist gut 15 Minuten später in der Wohnung der 67-jährigen Mutter. Die Sanitäter vermuten einen Schlaganfall. Die Diagnose soll sich bestätigen. Allerdings findet sich zunächst kein Krankenhaus, das die Seniorin aufnehmen kann.

Erst eine halbe Stunde nach der ersten Anfrage fährt der Rettungswagen los. Daniela Schmidt fragt sich, warum es so lange gedauert hat. Auch eine enge Freundin von Schmidts Mutter, die ihren Namen ebenfalls nicht in der Zeitung lesen möchte, ist empört: „Ich weiß, dass man nach einem Schlaganfall so schnell wie möglich ins Krankenhaus gebracht werden muss." Schmidts Mutter lässt sich nicht mehr befragen, sie ist einen Tag später verstorben – allerdings an Organversagen.

Die Tochter fragt sich nun: Wie kann das sein?

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