Hunderte Fladenbrote landen in Holzhausen im See

Alexandra Schaller

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Krietfeldsee - © Lippischer Fischereiverein
Krietfeldsee (© Lippischer Fischereiverein)

Bad Salzuflen-Holzhausen. Entenfüttern mal anders: In der Nacht von Montag auf Dienstag sind von Unbekannten rund 300 dünne Fladenbrote in den Krietfeldsee bei Holzhausen geworfen worden. Teilweise sollen die Teigfladen vorab noch zerbröselt worden sein, sagte Helmuth Sage, Vorsitzender des Lippischen Fischereivereins 1886. Da ein Einsammeln der Brote mit Keschern nicht möglich gewesen sei, sinken die Teigfladen jetzt bis zum Grund des Sees.

Dort würden sie organisch abgebaut und zehrten Sauerstoff. Und das wiederum mindere die Wasserqualität im Krietfeldsee. Da bei Fischen und Pflanzen zudem langsam die Winterruhe einkehre, würden die Tiere die Brösel auch nicht mehr als Nahrung aufnehmen – so gammele das Ganze nun am Grund des Sees vor sich hin. Bereits im Frühjahr sollen einige dickere Fladenbrote am Rande des Sees entsorgt worden sein, sagt Sage. Er hat sowohl das Umweltamt sowie die Abfallbehörde des Kreises Lippe informiert. Viel Hoffnung, die Täter zu finden, hat Helmuth Sage allerdings nicht.

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