Bad Salzuflen. Mit einem stimmungsvollen Rock-Konzert haben die Stadtwerke am Samstag die letzte Phase des Freibad-Sommers eingeläutet. Bei bestem Wetter hatten es sich knapp 250 musikhungrige Gäste an den zahlreichen Tischen und Bänken gemütlich gemacht, um den lauen Sommerabend zu genießen. Coronabedingt musste zwar auf das Tanzen verzichtet werden, dennoch standen unter den Tischen die Füße nicht still. Headliner war die Salzufler Band „More Or Less", die bereits über eine eigene Fangemeinde verfügt. Mit eingängigen Stücken aus Rock und Pop der vergangenen 60 Jahre bereitete sie ihrem Publikum einen echten Ohrenschmaus. Unterstützt wurden die Lokalmatadore von der Formation „Heartstuff", deren Bandmitglieder ebenfalls überwiegend aus Bad Salzuflen stammen. „Das Konzept der Stadtwerke ist super, da war der Auftritt hier für uns gar keine Frage", freute sich Heartstuff-Gitarrist Thomas Stoppel im Vorfeld über das Ambiente unter freiem Himmel. „Wir haben im Bega Bad sehr gute Erfahrungen mit unserem Corona-Schutzkonzept gesammelt, was diesen Konzertabend überhaupt erst möglich gemacht hat", unterstrich Stadtwerke-Geschäftsführer Volker Stammer. Die Spielregeln für die Gäste waren feste Sitzplätze, Personenregistrierung an den Tischen sowie Mindestabstand und das Tragen von Mund-Nasenschutz bis zum Sitzplatz. Endlich wieder auf der Bühne stehen Kunst, Kultur und Musik seien in diesem Jahr deutlich zu kurz gekommen, betonte Stammer bei der Begrüßung. „Darum freue ich mich ganz besonders, dass wir das hier heute zustande bekommen haben", sagte er mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Mit seiner guten Laune befand er sich in bester Gesellschaft, denn auch das Publikum war bestens aufgelegt, was wiederum an den großartigen Musikern lag. Beiden Bands war die große Lust deutlich anzumerken, endlich mal wieder auf der Bühne zu stehen. Bereits nach wenigen Minuten wurde klar, dass die Jungs von „More Or Less" ihr Handwerk verstehen. Ihre Interpretationen bekannter Rocksongs kamen dem Original sehr nah. In puncto Gesang hat die Band ohnehin ein große Vielfalt zu bieten, da gleich vier Bandmitglieder für stimmliche Abwechslung sorgen. Vorneweg Rockröhre Bert Reiß. Dem bald 70-Jährigen standen seine jungen Kollegen Lukas Thiesmeier, Yannick Möller und Malte Potthoff zur Seite. Am Ende gab es lang anhaltenden Applaus für eine gelungene musikalische Abwechslung im Corona-Alltag.