Bad Salzuflen (ski). Die Stadtwerke gehen im kommenden Jahr ein Zukunftsthema an. Ein so genanntes LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) soll in Bad Salzuflen installiert werden. Die Kosten liegen zunächst bei 25.000 Euro. Das LoRaWAN sei Grundlage für ein „Internet der Dinge“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Volker Stammer. Schulen könnten als erste profitieren. Wie funktioniert das LoRaWAN? Grob gesagt, könne man es sich vorstellen wie ein privates WLAN, sagt Stammer, allerdings könnten nur geringe Datenmengen übertragen werden. Die Abdeckung reicht dafür nicht ausschließlich für die eigenen vier Wände, sondern für das gesamte Stadtgebiet und kann auch Gebäude durchdringen und Keller erreichen. Dafür wollen die Stadtwerke zwei Antennen installieren, eine davon auf dem Hollenstein bei Wüsten. Der andere Standort stehe noch nicht endgültig fest, so Stammer. Zu dem System gehören auch Rechner mit entsprechender Software, die von den Stadtwerken betrieben werden sowie Sensoren. Anwendung: Beispielsweise Schulen könnten in Klassenräumen Sensoren installieren, die den CO2-Wert messen. Die Daten werden dann verschlüsselt an die Rechner der Stadtwerke gesendet und ausgewertet. Wenn der Wert zu gering ist und gelüftet werden muss, geht eine Information in den Klassenraum. Weitere Anwender könnten Kunden aus der Industrie sein, die Leitungen überwachen lassen wollen. Wie geht es weiter? Nach einer Testphase sollen im zweiten Quartal des kommenden Jahres bereits erste Anwendungen in der Praxis folgen, so Volker Stammer.