Blomberg. Wenn es ganz schlecht läuft, steht das Burghotel Blomberg schon bald leer. Die Hotelbetriebsgesellschaft RIMC Deutschland Hotels & Resorts mit Sitz in Hamburg hat den Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt. Das hat Geschäftsführer Marek N. Riegger gegenüber der LZ bestätigt. Damit verlieren 45 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz Arne Brand, Allgemeiner Vertreter des Verbandsvorstehers beim Landesverband Lippe, sagte, dass der Landesverband als Besitzer der Burg nun auf der Suche nach potenziellen Nachfolgern oder Investoren sei. "Wir versuchen, dass es möglichst übergangsfrei mit dem Hotelbetrieb der Burg Blomberg weiter geht." Erste Gespräche in diese Richtung seien bereits aufgenommen worden. Brand: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Leute ein Hotel möglichst in ihrem Eigentum betreiben wollen. Da sind wir völlig offen. So könnten wir uns sehr gut vorstellen, einen Vertrag auf Basis des Erbbaurechts abzuschließen." Dies hätte für den Landesverband den Charme, dass er Grundeigentümer bleibe. Die Burg selber würde dann aber an den Investor gehen. Der könnte somit im Rahmen der Möglichkeiten - also beispielsweise unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes - im Gebäude investieren und sanieren. Stadt hofft auf schnelle Nachfolgelösung Seitens des Verwaltungsvorstandes der Stadt Blomberg zeigte sich Beigeordneter und Kämmerer Christoph Dolle von der Entwicklung völlig überrascht. „Die Stadt Blomberg bedauert sehr, dass der Pachtvertrag zum 31. Dezember gekündigt worden ist. Im Interesse der betroffenen Familien, aber auch im Hinblick auf die Bedeutung des Burghotels für die gesamte Stadt Blomberg, hoffen wir, dass eine schnelle Nachfolgelösung gefunden wird. Die Stadtverwaltung wird den Landesverband Lippe nach Kräften darin unterstützen und die weitere Entwicklung mit Nachdruck begleiten." „Das macht mich sprachlos", erklärte Holger Lemke, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Lippe. „Wir verlieren laufend an Bettenkapazität, wie ja auch schon das Beispiel mit der Schließung des Best Western Vitalhotels in Bad Meinberg gezeigt hat." Vor vier bis fünf Monaten sei eine mögliche Schließung des Burghotels Blomberg bereits sehr akut gewesen. Das sei zu dem Zeitpunkt bereits den Mitarbeitern angedroht worden. Holger Lemke: „Wenn man sich im Kreis Lippe umschaut, wird man sehr schnell feststellen, dass es hier kaum noch Häuser gibt, die Tagungsräume vorhalten und gleichzeitig auch über die dafür benötigte größere Kapazität an Betten verfügt. Das wird immer mehr zu einem großen Standortnachteil. Deshalb können auch wir nur hoffen, dass hier schnell eine Lösung des Problems gefunden wird."