Blomberg. Mit einer Begehung des umgebauten und umfangreich sanierten Fachklassentraktes der städtischen Sekundarschule an der Ulmenallee konnten sich die Mitglieder des Ausschusses für Schule, Sport und Kultur am Donnerstagabend ein Bild vom derzeitigen Stand des Umbaus machen. Zuvor wies der Ausschussvorsitzende Thorsten Klatt van Eupen noch auf dem Schulhof darauf hin, dass es bei dieser Begehung nicht darum gehe, Fehler oder Mängel zu diskutieren, das sei einem anderen Termin vorbehalten. Die Führung übernahm Juliane Mauermann von der Stadt Blomberg, die gleich im ersten Flur über signifikante Änderungen gegenüber früheren Zeiten berichtete. Rauchmelder installiert Bereits seit 2018 werden die Gebäude der ehemaligen Real- und Hauptschule für die Nutzung der Sekundarschule aufwendig umgebaut. Bei dem fast fertigen Umbau des Fachklassentraktes handelt es sich um den letzten Bauabschnitt. „Das Gebäude ist komplett brandschutzertüchtigt“, sagte Mauermann, „überall sind Rauchmeldeanlagen installiert, neue Fußböden wurden gelegt und eine neue Akustikdecke ist eingezogen worden. Und die enthält beispielsweise eine neue Beleuchtung. Zudem gibt es ein Alarmsystem gegen Angriffe auf die Schule.“ Sicherheit ist bei dem Umbau großgeschrieben worden. So können die Räume im Fachklassentrakt nicht einfach betreten werden, da sie auf Flurseite einen Türknauf ohne Öffnungsmöglichkeiten enthalten, nur auf der Innenseite können sie normal geöffnet werden. Die Lehrerinnen und Lehrer haben vom Flur aus den Zugang und lassen die Schülerinnen und Schüler dann herein. Weitere Arbeiten in den Ferien Der Umbau sei schwierig gewesen, so Mauermann, da er während des laufenden Betriebs stattgefunden habe. Ein neues Farbkonzept, bei dem die Wände in Grau, Blau oder Grün die Orientierung erleichtern, liegt zugrunde. „Die Wände wurden überstrichen, und bei manchen mit Klinkerverkleidungen geprüft, ob man sie reinigt oder überstreicht.“ Besonders die Renovierung der Aula stellte sich als anstrengend heraus, denn dort musste ein Brandschaden beseitigt werden, und die Arbeiten kollidierten mit den Fluchtwegen. Daher soll noch vieles in den Sommerferien erledigt werden. Die Ausschussgruppe konnte im Fachklassentrakt als Nächstes den Kunstraum besichtigen, der sich allerdings noch unmöbliert zeigt. Einzig das Waschbecken ist installiert, der Rest wird aber folgen. Im Anschluss an den Kunstraum liegen auf demselben Flur die Räume für Physik und Chemie. Sie sind in ihrer Ausstattung eigentlich identisch. In den Raumdecken sind Brandmeldeanlagen sowie Sensoren, die je nach äußerer Helligkeit das Licht einschalten. Technik eingebaut „In den Decken steckt viel Technik“, erläuterte Juliane Mauermann. Denn in beiden Fachräumen sind unter der Decke große sogenannte Workstations installiert, die vom jeweiligen Lehrer bedient und abgesenkt werden können. Werden sie abgesenkt, haben die Schülerinnen und Schüler direkt vor ihrer Nase ein multifunktionales Gerät, an dem sie sich in elektrische Verbindungen und, wie im Chemieraum, in einen Gasanschluss einloggen können, erklärte Chemielehrer André Heinze. Auch hier habe Sicherheit oberste Priorität. „Als sparsame Lipper haben wir natürlich einzusparen versucht“, schmunzelte Juliane Mauermann, „beispielsweise sind die Fenster noch von vor sieben Jahren, und die alten Stühle haben wir auch mitgenommen. Die sind höhenverstellbar und zweckdienlich.“ Weitere vier Räume im Fachklassentrakt stehen noch leer und sollen in der nächsten Zeit in den Schulbetrieb integriert werden. Damit endete die informelle Führung durch den Fachklassentrakt, und der Ausschuss konnte sich zur Abarbeitung der weiteren Tagesordnung in die Mensa zurückziehen.