Blomberg. Es ist Ferienzeit, in der Blomberger Sekundarschule wird aber trotzdem fleißig weiter gearbeitet. Oder besser gesagt vor der Schule, denn der große Umbau des Schulhofes hat begonnen. Der Innenhof, der bisher einer Betonwüste glich, wird zu einem kleinen Spielparadies umgestaltet. Die Stadt investiert rund 300.000 Euro. Die Bauarbeiten werden voraussichtlich bis zum Ende der Herbstferien dauern. Anschließend sollen nach und nach die anderen Schulhofbereiche in Angriff genommen werden. Bisher hätten die Schülerinnen und Schüler nicht viele Möglichkeiten gehabt, in den Pausen zu spielen oder zu entspannen, beschreibt Schulleiterin Monika Precker die bisherige Situation. Spielgeräte und Sitzgelegenheiten waren Mangelware. Das soll sich jetzt aber ändern. Bei den Planungen zur Umgestaltung seien sowohl die Schüler als auch die Eltern und Lehrer aktiv einbezogen worden, berichtet Heike Kronemeyer, Didaktische Leitung der Sekundarschule. So wurden etwa die Wünsche nach einem Klettergerüst sowie einer „Chill“-Ecke berücksichtigt. Die Schulhofbereiche werden Jahrgängen zugeordnet Schon wie in dem Gebäudekomplex selbst sieht auch das Konzept des Schulhofes eine Unterteilung nach Jahrgängen vor. Der Innenhof richtet sich vor allem an die Bedürfnisse der Jüngsten, also der Fünft- und Sechstklässler. Die verschiedenen Schulhofbereiche dürfen aber von allen Schülern gleichermaßen genutzt werden, wie Heike Kronemeyer betont. Bisher sei der Steinkreis vor der Mensa sehr beliebt bei den Kindern gewesen. Meist würden sie darauf Fangen spielen, erzählt die Lehrerin. Auch das einzige Spielgerät, eine Kletterwand mit Kletternetz, werde gut angenommen. Diese Kletteranlage, die einst der Förderverein sponserte, wird ihren alten Platz im Innenhof behalten. „Der Bereich wird durch weitere Spielgeräte ergänzt“, erläutert die zuständige Landschaftsarchitektin Nadine Schilla die Planungen. So kommen vor die Fensterfront des Verwaltungstraktes ein Balancegerät und eine Stehwippe hinzu. Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten Einen weiteren Spielbereich können die Schüler künftig, wenn sie von der Unterführung aus in den Innenhof gelangen, auf der rechten Seite entdecken. Dort werden eine Kletternetzspinne und das Drehspiel „Supernova“ platziert. Dieser schräg gestellte Drehring sei auch ein expliziter Wunsch der Schüler gewesen, wie Heike Kronemeyer berichtet. Mit großer Mehrheit hätten die Kinder für dieses Spielgerät gestimmt. Die Spielbereiche erhalten als Untergrund Hackschnitzel, zudem werden die Bereiche von Betonblöcken mit farbigen und witterungsbeständigen Sitzauflagen eingefasst. Drei Baumpodeste werden der zentrale Punkt des Innenhofes sein. In diesen Sitzgelegenheiten ist jeweils ein Baum integriert, dadurch soll den Schülern der Aufenthalt im Schatten ermöglicht werden. „Auch das Thema Entsiegelung spielt eine große Rolle“, führt die Landschaftsarchitektin weiter aus. So werden die Randbereiche durch Pflanzflächen aufgelockert. Die restliche Schulhoffläche wird gepflastert. Bis 2029 sollen alle Schulhofbereiche fertig sein Nach dem Umbau des Innenhofes geht es in weiteren Bauabschnitten mit der Umgestaltung der anderen Schulhofbereiche weiter. Bis 2029 soll der Schulhof der Sekundarschule dann komplett fertig sein, wie Juliane Mauermann von der Blomberger Immobilien- und Grundstücksverwaltung (BIG) erklärt. Auch wenn der gesamte Umbau noch einige Jahre dauern wird, so freut sich die Schulleiterin schon jetzt sehr über den ersten Bauabschnitt. „Wir haben so viel Betonfläche, der Innenhof wird unsere Schule schon sehr aufwerten“, ist sich Monika Precker sicher. Und auch die Schüler würden sich schon sehr auf den neuen Schulhof freuen. Insgesamt investiert die Stadt rund 1,3 Millionen Euro in die Umgestaltung der Schulhofbereiche.