Polizei fast Schläger aus Detmold in Hamm

Martin Hostert

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Symbolbild. - © Patrick Pleul/dpa
Symbolbild. (© Patrick Pleul/dpa)

Detmold/Hamm. Die Bundespolizei hat in Hamm einen 21-jährigen aus Afghanistan stammenden Mann festgenommen. Er soll im Januar sowie im November 2018 in Schlägereien in Detmold verwickelt gewesen sein. Die Staatsanwaltschaft Detmold wirft ihm und anderen Körperverletzungsdelikte sowie im Januar-Fall schweren Landfriedensbruch vor.

Wie Oberstaatsanwalt Christopher Imig berichtet, sei es am 27. Januar am späten Nachmittag auf dem Vorplatz vor dem Detmolder Bahnhof zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen jungen Männern gekommen – soweit bekannt, sämtlich Afghanen. Anlass sei offenbar eine echte oder vermeintliche Beleidigung während eines Telefongespräches gewesen, worauf man sich in größerer Gruppierung verabredet habe.

Imig geht von mindestens sechs Beteiligten aus, von denen wenigstens zwei (darunter der Beschuldigte) mit Schlagstöcken und einer mit Messern bewaffnet waren. „Es sind aus dieser Gruppierung Gewalttätigkeiten gegen Angehörige der anderen Gruppierung, über deren Größe keine Angaben gemacht werden können, verübt worden." Eine Person sei lebensgefährlich durch einen Messerstich verletzt worden. Der Täter konnte nicht ermittelt werden – vier weitere Angreifer jedoch schon, drei von ihnen stehen wegen gemeinschaftlich begangener gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs am 11. Juli vor dem Jugendschöffengericht. Die 19-bis 23-Jährigen wohnen in Horn-Bad Meinberg Detmold und Lemgo.

Der in Hamm festgenommenen Mann soll sich an der Schlägerei im Januar mit einem Schlagstock beteiligt haben, eine Beteiligung an dem Messerangriff sei ihm nicht nachzuweisen. Darüber hinaus werde ihm die Beteiligung an der November-Schlägerei in der Detmolder Innenstadt zur Last gelegt. Dort soll er mit einer weiteren Person einen Landsmann geschlagen, getreten, mit einer Kopfnuss bedacht sowie mit einem Messer gewedelt haben. Ob die Verhandlung am 11. Juli gegen alle gemeinsam geführt wird, ist noch nicht klar.

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