Detmold. Gute Nachrichten zur Sommerpause: Der Jahresabschluss 2018 erbringt einen Überschuss von 10,6 Millionen Euro. Das ist erheblich mehr als erwartet: Vergangenes Jahr hatte die Stadt damit gerechnet, dass es allenfalls 251.000 Euro sein würden. Außerdem haben sich die Kassenkredite verringert und der Schuldenstand auch. Kämmerer Frank Hilker überbrachte die Informationen dem Rat. „Noch 2014 hatten wir ein Defizit in ähnlicher Höhe, vier Jahre später nun einen Überschuss und damit eine positive Entwicklung um rund 20 Millionen Euro", erklärte er. Und das entspricht immerhin fast zehn Prozent des gesamten Detmolder Etats für ein Jahr. Das Geld muss die Stadt nun ihrer Ausgleichsrücklage zuführen. Der Betrag wird dann für das Decken von möglichen Defiziten in den Folgejahren in Anspruch genommen. Was die Kredite und Schulden angeht, hat sich laut dem Jahresabschluss der Netto-Bedarf an Kassenkrediten gegenüber dem Vorjahren von 19,5 Millionen Euro auf 6,4 Millionen Euro verringert. „Damit wurde der Stand des Jahres 2011 erstmals wieder unterschritten", schildert Hilker. Im Gegensatz zu der Haushaltsplanung 2018, bei der noch von einem Anstieg von 7,4 Millionen Euro ausgegangen worden war, sei hier eine Verbesserung von insgesamt rund 20,5 Millionen Euro zu verzeichnen. Der Schuldenstand aus langfristigen Verbindlichkeiten für Investitionen erhöhte sich 2018 von 159,4 Millionen Euro um 6,2 Millionen Euro. „Der Haushaltsplan 2018 sah eine Steigerung um 15,8 Millionen Euro vor. Damit fiel der Anstieg der Verschuldung um 9,6 Millionen Euro geringer aus", schildert Hilker. Die Erhöhung der Tilgungsleistungen um 2,1 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr habe dazu beigetragen, dass der Schuldenstand trotz einer Investitionssumme von 26 Millionen Euro nicht stärker angestiegen sei. Die Gesamtverschuldung der Stadt sei 2018 um insgesamt 6,9 Millionen Euro gesunken und liege damit bei nunmehr 172 Millionen Euro. Die positiven Effekte liegen vor allem daran, dass die Stadt mehr Steuern und Abgaben eingenommen hat – ungefähr zehn Millionen Euro mehr als erwartet. In den Vorjahren hatten sie negative Effekte aus den Steuern getroffen und in unruhiges Fahrwasser gebracht. Daraufhin hatte der Rat Sparmaßnahmen veranlasst. Auch diese tragen nach den Worten von Bürgermeister Rainer Heller zur stabilen Finanzlage bei: „Die Konsolidierung der vergangenen Jahre hat Wirkung gezeiget – wenngleich auch diverse andere Effekte das sehr positive Gesamtergebnis erbringen."