Bahn setzt Busse zwischen Detmold und Altenbeken ein

Martin Hostert

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Ausfall aufgrund von Arbeiten am Gleis. - © Symbolbild
Ausfall aufgrund von Arbeiten am Gleis. (© Symbolbild)

Kreis Lippe. Die Deutsche Bahn repariert zwischen Detmold und Leopoldstal an einigen Abschnitten Gleise und Weichen und setzt Busse ein, denn die Strecke wird zwischen Ende August und Ende Oktober gesperrt. „Pro Bahn" findet diese Reparaturen wichtig und nachvollziehbar, kritisiert jedoch den langen Zeitraum.

Insgesamt nimmt sich die Bahn vier Abschnitte vor, an den Bahnhöfen Remmighausen und Leopoldstal werden zeitgleich auch mehrere Weichen erneuert. „Ich kann nur jedem raten, der in dieser Zeit nach Süden reisen will, den Weg über Bielefeld-Hannover oder Bielefeld-Köln zu wählen", schreibt Dr. Rudolf Hüls im Namen von „Pro Bahn" – ein durchaus ungewöhnlicher Tipp, plädiert die Initiative doch sonst immer für die Strecke via Altenbeken. Darauf müsste auch die Bahn hinweisen, statt „munter Tickets über Altenbeken zu verkaufen, die tariflich natürlich günstiger seien. „Die Preise über Bielefeld in den Süden müssen auf das Niveau des Weges über Altenbeken gesenkt werden", lautet die Forderung. Den Lippern sei in den vergangenen Jahren ohnehin viel zugemutet worden, erinnert er etwa an die Brückenbauarbeiten in Lage und die damit verbundenen Unannehmlichkeiten.

Vom 28. August an stoppen alle Züge aus Bielefeld und Herford also in Detmold. Dort starten dann extra eingesetzte Busse – eine Linie über Horn-Bad Meinberg, Leopoldstal und Sandebeck nach Altenbeken, eine weitere Schnellbuslinie hält nur in Horn-Bad Meinberg. Doch auch dieser Direktbus brauche deutlich länger als die Bahn, hat Hüls errechnet. Er ist ja Experte für Negativerfahrungen: Erst am Wochenende seien im Bahnhof Herford Weichen erneuert worden. Deswegen hätten er und andere in Bad Salzuflen in den Bus nach Herford steigen müssen. Sein Fazit: „25 Minuten Zeitverlust und entsprechende Anschlussverluste."

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