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Detmold

Detmolder dreht Film über Afrikareise - aus Sicht eines Hundes

Detmold. Für die einen bedeutet Urlaub, es sich in Hotels oder Ferienanlagen gut gehen zu lassen. Die anderen erkunden fremde Regionen lieber fernab all des touristischen Treibens und setzen sich den Verhältnissen und Widrigkeiten des jeweiligen Gebietes aus.

So auch Daniel Maachaoui, Daniel Hage und der Detmolder Kulturschaffende und Fotograf Jan Pirco Ulbrich, die unter dem Namen „Neuzeit-Nomaden" jetzt ihren ersten Film herausgebracht haben.

7000 Kilometer mit dem Rad

Daniel Maachaoui (von links) und Daniel Hage während ihrer Reise quer durch Afrika. - © Jan Pirco Ulbrich
Daniel Maachaoui (von links) und Daniel Hage während ihrer Reise quer durch Afrika. (© Jan Pirco Ulbrich)

„Nelly – der Film" entstand während einer Radreise durch Afrika und zeigt hautnah die Erlebnisse, die die Drei während ihrer Durchquerung des afrikanischen Kontinents 2012 gemacht haben. Ursprünglich als reiner Dokumentarfilm gedacht, ist letztlich eine Art Abenteuerdrama entstanden, das einzelne Stationen und Momente der 71 Tage und etwa 7000 Kilometer langen Reise zeigt – erzählt aus Sicht von Hündin "Nelly".

„Uns ging es nicht darum, aufzuarbeiten, wie lang wir unterwegs und wann wir wo waren", erzählt Jan Pirco Ulbrich. „Vielmehr wollten wir einfach zeigen, wie viele Abenteuer das Reisen bereit hält, und dass es weit mehr bedeutet als Landesgrenzen zu überqueren." In eigener Produktion und ohne Budget haben die „Neuzeit-Nomaden" gemeinsam mit den Detmoldern Michael Terbuyken und Joscha Grunewald, die sich um Musik und Sound gekümmert haben, einen 50-minütigen Film produziert, in dem sich die sonst sportliche Abenteuerlust der Protagonisten im Laufe der Reise zu einem wahren Kampf um Leben und Tod entwickelt. An der Produktion mitgewirkt hätten ausschließlich Freunde und Bekannte.

Reisefieber wecken

Ende Februar hat „Nelly – der Film" Premiere gefeiert. „Ungefähr 300 Leute waren online dabei", sagt Jan Pirco Ulbrich. Lediglich zwei Zuschauer seien von der Darstellungsweise irritiert gewesen. „Weil wir eben nicht erläutert haben, wo wir genau waren und wie weit wir gefahren sind", sagt Ulbrich. Aber derartige Dokumentationen gebe es schon zuhauf. Anfangs habe es ihn geärgert, dass die Produktion nun einige Jahre gedauert hat. „Letztlich aber glaube ich, der Zeitpunkt ist genau der richtige", sagt Ulbrich. „Schließlich versetze er die Zuschauer in Corona-Zeiten zumindest virtuell ins Reisefieber."

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„Nelly – der Film" ist in Deutsch, Englisch und Arabisch erschienen und kann auf dem Youtube-Kanal der „Neuzeit-Nomaden" angeschaut werden. Dort gibt es auch Szenen zu sehen, die es nicht in den Film geschafft haben.

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