Detmold. 83 Schülerinnen und Schüler sagen dem Leopoldinum in Detmold Adios. Neben den Zeugnissen wurden auch zahlreiche Abiturienten für besondere Leistungen geehrt. Begleitet wurde die Feier von Musikstücken und einer humorvollen, aber wichtigen Rede des Jahrgangsstufensprechers Cedric Piontek. Mit „We are the Champions“ von Queen zogen die Schülerinnen und Schüler schick bekleidet in die Aula, während rund 500 Gäste applaudierten und jubelten. Für die Zeugnisvergabe wurden die Absolventinnen und Absolventen in Gruppen auf die Bühne gebeten, wo sie eine Rose und ihr Zeugnis bekamen. Die besten der Stufe Außer dem Zeugnis wurden einige Schülerinnen und Schüler geehrt: Zehra Kara wurde für ihre herausragenden Leistungen in den Sprachen Englisch, Latein und Mathematik ausgezeichnet. Sie hatte ein 1,0 Abitur und war die beste Schülerin des gesamten Jahrgangs. Lucie-Doriana Wiersing räumte ebenfalls ab: Sie wurde für ihre Leistungen in den Fächern Deutsch und Geschichte geehrt. Sie hatte auch ein 1,0 Abitur, genau wie Lisa Jolie Multhaupt, die außerdem für die Noten in den Fächern Deutsch und Pädagogik ausgezeichnet wurde. Der beste Schüler war Lasse Varnholt, der Auszeichnungen für die Fächer Englisch, Spanisch, Französisch, Philosophie und Sozialwissenschaften bekam. Die beste Abiturientin, die nach der Realschule an das Leo wechselte, war Jennifer Bechtgold. Nun wurde Weilun Zhu auf die Bühne gebeten. Ruhig ging er die Treppen hoch zur Bühne, begab sich zum Piano, stellte sich den Sitz richtig ein und setzte sich. Stille, bevor der Schüler angefangen hatte zu spielen. Ruhige, sanfte Töne erklangen von seinem Fingerspiel beim Song „Blank Space“ von Tylor Swift. Es schien, als wirke das Stück beruhigend auf die Gäste. Doch je schneller, desto grandioser bewegte er seine Finger über die Tasten. Dem Publikum stockte der Atem, bevor es tosenden Applaus gab. Auch das Orchester vom Leopoldinum schenkte dem Publikum mit „Lion King“ von Hans Zimmer und Elton John hoffnungsvolle und kräftige Töne, die zeigten, dass die Jugendlichen bereit für ihren neuen Weg seien. Satire mit Stolz Ein bisschen satirischer Humor blieb nicht aus, denn Jahrgangssprecher Cedric Piontek hielt eine Rede, die belustigte, aber auch den Wert eines jeden Schülers betonte: „Sehen Sie mal, was so ein Abitur bewirken kann. Zu Beginn möchte ich Ihnen, liebe Lehrerinnen und Lehrer unser aufrichtiges Beileid aussprechen, vielleicht oder vermutlich müssen Sie jährlich zu diesem Zeitpunkt dieselben Ratschläge und sicherlich immer wieder dieselben dummen Sprüche mitanhören. Aber seien Sie unbesorgt, als Schüler kennt man das. Heute bekommen wir unsere Zeugnisse, Papier mit Zahlen, die einen kleinen Teil von dem Zeigen, was wir in all den Jahren geschafft haben. Aber unser Wert, unser Potenzial, das, was wir können und wer wir sind, das steht auf keinem Zeugnis.“ Am Ende verließen die Schülerinnen und Schüler zum Song „Geile Zeit“ von Juli die Aula und versammelten sich draußen.