Detmold. Man kann stolz sein auf 175 Jahre Firmengeschichte und sich selbst feiern. Oder stolz sein, sich selbst sowie mit anderen feiern und gleichzeitig durch die Eröffnung eines neuen Elektronikwerkes für 60 Millionen Euro ein Zeichen setzen. Das Detmolder Unternehmen Weidmüller hat sich für den zweiten Weg entschieden. In Vertrauen auf die Zukunft, wie der Vorstand gestern bei der Eröffnung mehrmals betonte. Voll war die zur Party-Lokalität umgebaute Halle an der Ohmstraße. Hunderte Gäste waren der Einladung gefolgt, um mit den Verantwortlichen und Mitarbeitern des Unternehmens anzustoßen. Was Dr. Sebastian Durst, CEO und damit Sprecher der Geschäftsführung, sichtlich freute. „Teamleistung, Herzblut und Kompetenz“ hätten es möglich gemacht, dass Weidmüller heute diesen Meilenstein der Unternehmensgeschichte setzen könne, sagte Durst. Beispiel für die Stärke in OWL Und wie das so ist bei solchen Feierlichkeiten: Besser ein Onkel, der was mitbringt, als eine Tante, die Klavier spielt. So wie Daniel Sieveke, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Paderborner hatte die besten Wünsche seines Ministerpräsidenten Hendrik Wüst im Gepäck. Und allerhand lobende Worte. „An Weidmüller sieht man, wie viel Kraft und Stärke diese Region hat“, sang er ein Loblied auf Ostwestfalen-Lippe. Respekt und Urkunde Ein Geschenk hatte auch Lippes IHK-Präsident Volker Steinbach – er kam gemeinsam mit der Hauptgeschäftsführerin Svenja Jochens – im Rucksack: Neben Respektbekundungen gab es die offizielle Urkunde zum Jubiläum.Spätestens bei der Talkrunde des Gesamtvorstands mit Dr. Sebastian Durst, Dr. Christian von Toll (Vertrieb), Dr. Timo Berger (Technologie) sowie André Sombecki (Finanzen) wurde deutlich: Im orangefarbenen Licht der Festbeleuchtung gibt sich Weidmüller überzeugt, die Voraussetzungen für eine rosarote Zukunft geschaffen zu haben.