Detmold. Eine geänderte Vorfahrt kann im Straßenverkehr schnell für Verwirrung sorgen. Und sie kann auch gefährlich werden. So auch an der Kreuzung Brokhauser Straße/Lemgoer Straße in Detmold. Autos auf der Lemgoer Straße haben beim Abbiegen auf die Brokhauser Straße jetzt Vorfahrt, während Radfahrer und Fußgänger stehen bleiben müssen, bevor sie die Straße überqueren. LZ-Leser berichteten von teilweise brenzligen Situationen. Die früher vorhandenen Markierungen, die den Vorrang des Rad- und Fußverkehrs signalisierten, wurden entfernt. Die Stadt Detmold erklärt, dass die neue Regelung eine Reaktion auf wiederholte Unfälle an dieser Stelle ist. „An der Einmündung kam es in der Vergangenheit zu mehreren Kollisionen zwischen abbiegenden Autos und querenden Radfahrern“, teilt die Pressestelle der Stadt mit. Aufgrund der Häufigkeit und Schwere dieser Unfälle wurde der Bereich in der Unfallstatistik 2023 als Unfallhäufungsstelle eingestuft. Ziel sei es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der Unfälle zu senken. Stadt will Situation weiter beobachten Die Entscheidung fiel auf Empfehlungen der Unfallkommission, einem Gremium aus Vertretern der Stadt Detmold, des Kreises Lippe, des Straßenbauträgers, der Polizei und der Bezirksregierung. Diese überprüft regelmäßig Gefahrenstellen im gesamten Stadtgebiet, schreibt die Stadt. Die alten Markierungen wurden bereits im Frühjahr entfernt. Ein neues Vorfahrt-achten-Schild wurde an der Kreuzung ebenfalls aufgestellt. Bislang war es noch ausgekreuzt, damit sich Verkehrsteilnehmer frühzeitig auf die Änderung einstellen konnten. Es handele sich um eine präventive Maßnahme, um weitere Unfälle zu vermeiden. Die Wirksamkeit der neuen Vorfahrt werde beobachtet, kündigt die Pressestelle an. „Sollte sich zeigen, dass die Maßnahme nicht die gewünschte Wirkung erzielt, wird die Unfallkommission nachjustieren“. Lesen Sie auch: Warum an der Hornschen Straße in Detmold für Radfahrer neue Regeln gelten