Detmold. Nachdem der Stadt Detmold seit dem 12. Januar dieses Jahres die Anzeige einer Mietpartei zum Heizungsausfall im Mehrparteienhaus am Dreierkrugplatz vorliegt, erläutert Sprecher Thorsten Engelhardt gegenüber der LZ das weitere Vorgehen. So habe die Bauaufsicht, deren Teilbereich die Wohnungsaufsicht sei, Kontakt zu den Mieterinnen und Mietern und auch zum Vermieter aufgenommen und beide Seiten zur Stellungnahme zu dem Vorgang aufgefordert. Einsatz vor Heiligabend Bereits am 23. Dezember des letzten Jahres seien nach der Berichterstattung der LZ eine Mitarbeiterin und ein Mitarbeiter aus dem Bereich Wohnungsaufsicht und Ordnungsamt zu dem betroffenen Haus gefahren. „Das Wohnraumstärkungsgesetz des Landes NRW verpflichtet uns dazu“, erklärt Engelhardt. Die Ölheizung in dem unverschlossenen Haus habe auf „Störung“ gestanden. Die städtischen Mitarbeiter hätten diese entstört, „damit war die Betriebsfähigkeit der Heizung wieder hergestellt“. Dass die Heizung über Weihnachten dann dennoch kalt blieb, hatten die Mieter dem Mangel an Heizöl zugeschrieben. Am 7. Januar habe die Bauaufsicht der Stadt Detmold erneut das Haus Dreierkrugplatz 4 aufgesucht und wie schon beim ersten Besuch ungehindert Zutritt zum Heizungskeller bekommen, „weil sämtliche Türen geöffnet waren“, so Engelhardt. Zu dem Zeitpunkt sei die Heizung in Betrieb gewesen „und tat ihren Dienst“. Wie Mieter der LZ bestätigten, war die Heizung nach Neujahr für eine gute Woche wieder in Betrieb, bevor die zwischenzeitlich erfolgte Heizöllieferung von laut Mieter Florian Redecker rund 2000 Litern erneut aufgebraucht war. Ersatzvornahme stand im Raum Engelhardt bestätigt, dass die Stadt Detmold es bei der neuerlichen Kontrolle nicht bewenden lassen hat. Anhand der angeforderten Stellungnahmen beider Seiten werde geprüft, ob der Vermieter gemäß dem Wohnraumstärkungsgesetz zu Instandhaltungsmaßnahmen aufgefordert und im schlimmsten Fall auch durch behördliche Zwangsfestsetzungen bis zu einem Bußgeld oder einer Ersatzvornahme gezwungen werden müsse. Inzwischen habe die zuständige Mitarbeiterin aus dem Team Wohnungswesen mit der Deutsche Kapital Immobilien GmbH Kontakt aufgenommen. Die Hauseigentümerin habe schriftlich zugesichert, dass Heizöl bestellt worden sei. „Selbstverständlich werden wir das Thema weiterhin sehr eng beobachten und gegebenenfalls reagieren“, so Engelhardt. Wichtig sei aus seiner Sicht, dass betroffene Mieter den auch vom Mieterbund OWL empfohlenen zivilrechtlichen Weg einschlagen würden – „inklusive aller Möglichkeiten, die das Mietrecht an dieser Stelle eröffnet, wie etwa Mietkürzungen.“