Detmold. Auf dem ehemaligen Gelände der Leuchtenfabrik Temde am Detmolder Bahnhof soll bald wieder Leben herrschen. Schritt für Schritt wird das Areal derzeit neu entwickelt. Die LZ hat sich bei der Stadt nach dem aktuellen Stand erkundigt und die wichtigsten Entwicklungen zusammengefasst. Eine große Fläche an der Bahnhofstraße gehört inzwischen nicht mehr der Stadt, wie die Pressestelle der Verwaltung auf Anfrage mitteilt. Sie wurde mittlerweile an die Westfälisch-Lippische Vermögensverwaltungsgesellschaft (WLV) in Münster verkauft. Durch den Ankauf liegt die Verantwortung für die weitere Planung des an der Stelle angedachten Landes-, Kreis- und Stadtarchivs nun bei der WLV. Das Archivprojekt, das dessen Umzug vom Standort in der Willi-Hofmann-Straße auf das ehemalige Temde-Areal vorsieht, gilt seit Bekanntgabe als Herzstück des neuen Areals. Wann dort gebaut wird, hängt von den weiteren Planungen des neuen Eigentümers ab. Fest steht laut Stadt-Pressestelle: Das Vorhaben der Archiv-Ansiedlung wird weiterhin verfolgt. Die weitere Projektierung liege nun bei der WLV. Ausschreibung erster Bauflächen noch in diesem Jahr Andere Bereiche des Areals bleiben in städtischer Hand. Diese Flächen will die Stadt Detmold im zweiten Halbjahr 2026 vermarkten. Vorgesehen ist eine Wohnbebauung. Des Weiteren befinden sich am Rande des ehemaligen Temde-Geländes auch Grundstücke, die sich in privatem Besitz befinden. Deren Entwicklung liegt bei den jeweiligen Eigentümern. Für Verwirrung hatte zuletzt ein angekündigter viergeschossiger Büroneubau gesorgt, der ab Sommer 2027 bezugsfertig sein soll und für den im Internet geworben wird. Dieses Gebäude entsteht allerdings nicht auf dem Temde-Gelände und hat mit der Entwicklung des Areals nichts zu tun, verdeutlicht die Stadt. Weiter vorangekommen ist dagegen die Planung für eine Kindertagesstätte. Der Träger steht bereits fest: Die Lebenshilfe wird den Kita-Betrieb auf dem Gelände künftig übernehmen. Aktuell laufen laut Stadt-Pressestelle noch Detail-Abstimmungen zu Verträgen und der konkreten Umsetzung. Die Lebenshilfe habe den Zuschlag erhalten, da sie als einziger Träger bereit sei, die Eigenanteile für den erforderlichen Bau und die Ausstattung zu tragen. Zudem habe das Konzept mit dem Schwerpunkt Inklusion die Verantwortlichen der Stadtverwaltung überzeugt. Die Anbindung zu Wohnhäusern, Kita und Co. soll künftig über eine Stichstraße von der Straße „Bruchgarten“ und der Temdestraße erfolgen. Ein passender Name für die neue Straße soll noch gefunden werden. Lesen Sie auch: Umbau-Pläne des Temde-Geländes in Detmold werden immer konkreter Nach 30 Jahren Leerstand: Die Stadt Detmold kauft das alte Temde-Areal Die Temde-Leuchtreklame an alter Detmolder Fabrik ist abmontiert