Extertal. Seit Jahren möchte die Gemeinde Extertal ihren sogenannten Hauptsammler reparieren lassen. Dabei handelt es sich um den größten Kanal der Abwasseranlage, der das gesamte Schmutzwasser des oberen Extertals aus den kleineren Nebensammlern aufnimmt und zur Kläranlage nach Almena führt. Ein erster Versuch war abgebrochen worden, weil das genutzte TIP-Verfahren (Tight in Pipe, zu deutsch: Rohr-in-Rohr-System) nicht funktioniert hatte, erklärte Bürgermeister Frank Meier in der Sitzung des Umwelt-, Energie- und Betriebsausschusses. Im anschließenden Gerichtsverfahren mit der ausführenden Firma habe man sich vergangenes Jahr gütlich geeinigt. Nun soll es aber voran gehen. Optionen miteinander vergleichen Zwei Alternativen in geschlossener Bauweise bleiben laut dem Bürgermeister noch übrig: Das sogenannte Inliner-Verfahren, bei dem ein Schlauch in den bestehenden Kanal eingezogen wird. „Der alte Kanal ist aber nicht dicht“, sagte Meier dazu und hält diese Methode daher für ungeeignet. Trotzdem habe er das Ingenieurbüro um die Referenz zu einer vergleichbaren Baustelle gebeten.Die andere Möglichkeit sei das Microtunneling, bei dem sich eine Vortriebsmaschine von einer Startbaugrube in Richtung Zielbaugrube frisst. Alte Rohre würden dabei abtransportiert und gleichzeitig neue verlegt. „Das funktioniert aber nicht, wenn der Bohrer auf einen Findling stößt, was zu erwarten ist“, gab Meier zu bedenken. Die verschiedenen Optionen – auch die klassische offene Bauweise – sollen nun miteinander verglichen werden. „Wir hoffen, dass wir nach den Sommferien dann mit der Reparatur starten können“, sagte Bürgermeister Frank Meier abschließend.