Extertal. Um für den Notfall bestmöglich aufgestellt zu sein, müssen Kommunen unter Beteiligung ihrer Feuerwehr einen Brandschutzbedarfsplan aufstellen, umsetzen und spätestens alle fünf Jahre fortschreiben. Der Plan der Gemeinde Extertal stammt aus dem Jahr 2018 und wurde 2020 per Ratsbeschluss um die Festlegung der Schutzziele ergänzt. Jetzt war es wieder an der Zeit, diesen turnusgemäß fortzuschreiben. Das hat die Gemeinde gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr getan, der Rat hat ihm in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zugestimmt. Auffällig ist vor allem, dass die Zahl der Einsätze von 2020 bis 2023 kontinuierlich gestiegen ist. Waren es vor vier Jahren noch 158 Einsätze, musste die Extertaler Feuerwehr vergangenes Jahr ganze 224 Mal ausrücken. Dazu zählten beispielsweise die überörtliche Hilfe beim Brand des Goldbecker Kruges in Rinteln, der Brand von 100 Strohballen eines landwirtschaftlichen Betriebes in Bösingfeld und das Feuer in einer Scheune in Hummerbruch, die bis auf die Grundmauern niederbrannte. Wie gut die Gemeinde für den Ernstfall aufgestellt ist, wird anhand verschiedener Kriterien bewertet. Dazu zählt in erster Linie die maximale Anfahrtszeit bis zum Einsatzort. Und da zeigt sich: Besonders bei Einsätzen in Linderhofe kann die nur selten eingehalten werden. Selbst aus Bösingfeld beträgt die Anfahrtszeit einige Minuten, stellen Gemeinde und Feuerwehr fest. Insgesamt sei aber festzuhalten, dass die Feuerwehr trotz einer gestiegenen Zahl an Einsätzen einen hohen Schutz der Bevölkerung gewährleistet. Neue Fahrzeuge und ein Gerätehaus Positiv wird im Brandschutzbedarfsplan auch das Personal der Freiwilligen Feuerwehr bewertet. Sowohl die Anzahl der Einsatzkräfte als auch die Führungskräfteausbildung und die Verfügbarkeit der Kräfte sei ausreichend. Außerdem hätten genügend Mitglieder einen Führerschein der Klasse C. Nichtsdestotrotz sind im Bereich Feuerwehr auch immer wieder Investitionen nötig. Einige der Fahrzeuge sind inzwischen alt, weswegen im neuen Plan weitere Fahrzeugkäufe vorgesehen sind. So sind für den Löschzug Bösingfeld zwei weitere Großfahrzeuge eingeplant, beim Löschzug Silixen wird ein solches ausgetauscht. Almena, Bösingfeld und Silixen bekommen außerdem neue Mannschaftsfahrzeuge, Bösingfeld zudem einen neuen Einsatzleitwagen. Auch in der mittelfristigen Finanzplanung im Haushalt der Gemeinde enthalten ist der geplante Neubau des gemeinsamen Gerätehauses für die Löschzüge Almena und Laßbruch an der Hauptstraße in Almena neben dem Friedhof. Geplant ist ein Neubau mit fünf Stellplätzen. Auch die Kinderfeuerwehr der Gemeinde soll hier einziehen. Der Bevölkerungsschutz des Kreises hatte als zuständige Aufsichtsbehörde bereits in Aussicht gestellt, den Plan nach Beschluss des Rates entsprechend zu genehmigen.