Der Frust in Horn hält auch nach Dialogabend an

Jana Beckmann

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Dialogabend: Rund 200 Besucher kamen zum Abend. - © Jana Beckmann
Dialogabend: Rund 200 Besucher kamen zum Abend. (© Jana Beckmann)

Horn-Bad Meinberg. Auch eine Woche nach der Ratssitzung, in der sich etliche Bürger aus Horn über Vermüllung, Pöbeleien oder auch Prostitution in ihrem Stadtteil beschwert und dies auf Zugezogene aus Südosteuropa zurückgeführten hatten, ist der Frust über die aktuelle Situation noch deutlich zu spüren. Das hat sich beim ersten Dialogabend gezeigt, zu dem die Stadt eingeladen hatte und der rund 200 Besucher aus der Politik und vor allem aus der Bürgerschaft angezogen hat.

Ungeduldig verfolgten sie die Ausführungen von Vertretern der Stadtverwaltung und des Kreises Lippe. Der städtische Sozialarbeiter Heinz Blome ging darauf ein, welche Maßnahmen in den vergangenen Jahren bereits ergriffen worden sind, um Probleme mit Zugezogenen in den Griff zu bekommen. Ilka Cohrs von der Ausländerbehörde des Kreises Lippe stellte das Konzept der Ordnungspartnerschaft vor, die Kreis und Stadt zusammen auf die Beine stellen wollen.

Dabei geht es im Kern darum, dass die Behörden eng zusammen arbeiten und auch die Bürger mit einbezogen werden. Nicht etwa, um selbst einzugreifen. Bürgermeister Stefan Rother lud die Horner vielmehr dazu ein, Vertreter aus den Straßen der historischen Innenstadt zu benennen, die dann als Mittler zwischen Bürgerschaft und Verwaltung dienen und Informationen weitergeben - zum Beispiel über Vorfälle, die beobachtet worden sind, zu melden.

Einigen Bürgern reichten diese Aussagen offenbar nicht. So gab es etliche kritische Nachfragen aus dem Plenum. Noch Vorstellung der Stadt soll die Arbeit nach den Sommerferien in Arbeitsgruppen weitergehen.

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