Glasscherben und Müll: Landesverband ärgert sich über Verschmutzung an den Externsteinen

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Eine gespannte und beschmierte Folie stört im anliegenden Wald. - © Landesverband Lippe
Eine gespannte und beschmierte Folie stört im anliegenden Wald. (© Landesverband Lippe)

Horn-Bad Meinberg/Lemgo. Plastikfolien, die zwischen Bäumen gespannt sind und mit Farbe besprüht wurden. Glasscherben auf dem Waldboden. Eine Grillausrüstung an einem, durch Ruß geschwärzten Felsen. Das sind Spuren von rücksichtslosem Verhalten an den Externsteinen, die immer häufiger zu sehen sind. Dieses Verhalten bemängelt der Landesverband Lippe und mahnt zu mehr Umsicht.

Es stehe zu befürchten, dass aufgrund der Störungen die Uhus, die an den Externsteinen seit mehr als zehn Jahren zuhause sind, ihren Brutstandort aufgeben. Der Landesverband Lippe als Grundeigentümer sehe sich dadurch gezwungen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mit Grillausrüstung und Plastikfolien im Wald, die einfach liegengelassen werden, sei eine neue Dimension der Verschmutzung eines der ältesten Naturschutzgebiete Lippes erreicht. In Zeiten, in denen über das Eindringen von Mikroplastik in die Naturkreisläufe diskutiert werde, sei das ein besonders verantwortungsloses Verhalten.

Genauso sieht es auch die Schutzgemeinschaft Externsteine, die sich neben der Erforschung auch die Bewahrung dieses einzigartigen Gebietes zur Aufgabe gemacht hat. „Plastikfolien und die abblätternde Farbe stellen eine Gefahr für viele wildlebende Tiere dar", wird Robin Jähne von der Schutzgemeinschaft zitiert. Er kenne zahlreiche Beispiele, bei denen sich Tiere in solchen Folien verfangen und qualvoll sterben.

Es besteht Waldbrandgefahr

Nicht zu unterschätzen sei auch die Waldbrandgefahr. „Auch wenn zwischendurch mal ein Regenschauer fällt, im Wald herrscht Wasserdefizit. Das ist besonders an den Fichten zu erkennen, die nach und nach wegen der Trockenheit und dem damit im Zusammenhang stehenden Borkenkäferbefall absterben", wird Jähne zitiert.

Schon ein umkippendes Teelicht oder eine Glasscherbe in der Sonne könnten einen Waldbrand verursachen. Oder einen Schwelbrand im Untergrund, der sich ausbreitet. Deswegen appellieren der Landesverband Lippe und die Schutzgemeinschaft Externsteine an alle Menschen, denen die Externsteine am Herzen liegen: „Helft uns, die Natur so zu bewahren, wie sie ist."

Wer bemerkt, dass im Wald gegrillt wird, dass Feuer gemacht oder gezeltet wird oder dass Bäume mit Plastikfolien umwickelt werden, der sollte seine Beobachtungen dem Landesverband Lippe im Infozentrum Externsteine melden.

Der Landesverband Lippe plant, die Kontrollen im Naturschutzgebiet künftig zu verstärken. So werden Mitarbeiter auf Patrouille gehen und ein Sicherheitsdienst Streifenfahrten auch nachts unternehmen.

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