Teilnehmer der LZ-Kinderuni lernen Leben zu retten

Torben Gocke

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Das volle Programm: Am Ende üben die Kinder auch die Beatmung mit der Profi-Ausrüstung. - © Torben Gocke
Das volle Programm: Am Ende üben die Kinder auch die Beatmung mit der Profi-Ausrüstung. (© Torben Gocke)

Lemgo. Um ein echter Held zu sein, braucht der Mensch nicht viel. Diese Botschaft hatte das Reanimationsteam des Klinikums Lippe für die Studenten der LZ-Kinderuni im Gepäck.

„Um ein Menschenleben zu retten, braucht ihr nämlich nur eure beiden Hände und etwas Atem", fasste Oberarzt Daniel Fischer es für die 26 Kinder zusammen. In gut zwei Stunden lernten sie anschließend, wie unser Körper überhaupt mit Sauerstoff versorgt wird und was geschieht, wenn das einmal nicht mehr passiert.

Fotostrecke: Kinderuni zum Thema Reanimation


Außerdem lernten die jungen Studenten, dass keine Zeit verloren gehen darf, wenn es darauf ankommt. „Und das Schlimmste ist, am Ende gar nichts zu machen", sagte Daniel Fischer, um ihnen die Angst zu nehmen, etwas falsch zu machen. Der Oberarzt freute sich sehr über die Neugier der Kinder zu diesem Thema, denn hier gäbe es in Deutschland reichlich Nachholbedarf.

„Es ist wichtig, dieses Wissen schon den Kindern zu vermitteln, denn nur so haben wir eine Chance, dass die Reanimation bei uns eines Tages von ausreichend vielen Menschen geleistet werden kann", sagte er. Die Quote von Wiederbelebungen durch Laien liege hierzulande bei gerade einmal etwas über 30 Prozent. „Das ist – international betrachtet – ein absolut unterirdischer Wert", sagt Fischer. Die Norweger etwa kämen auf über 90 Prozent.

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