Ellen Stock tritt nicht mehr an: SPD-Lippe bald mit Doppelspitze?

Anja Imig

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Ellen Stock - © SPD Lippe
Ellen Stock (© SPD Lippe)

Kreis Lippe. In der Lippischen SPD deutet sich eine Neuerung an. Die bisherige Vorsitzende Ellen Stock tritt nicht mehr an und macht den Weg für eine jüngere Parteiführung frei, das teilen die Sozialdemokraten in einer Pressemitteilung mit.

Der Kreisvorstand hat zudem eine Satzungsänderung vorgeschlagen, die eine Doppelspitze ermöglicht.

Ellen Stock will Generationswechsel einleiten

Katrin Freiberger - © SPD Lippe
Katrin Freiberger (© SPD Lippe)

"Ich bin mit großer Freude seit acht Jahren Kreisvorsitzende. Dennoch weiß ich auch, wie viel Mühe es kostet, den Kontakt zur Basis zu halten und mit den Fraktionen und Bürgermeistern den Austausch zu organisieren. Mir ist es außerdem wichtig, jetzt einen Generationenwechsel einleiten, um auch jüngeren Parteimitgliedern eine Chance zu geben", sagt die derzeitige Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Ellen Stock aus Lage.

Dennis Mälzer - © SPD Lippe
Dennis Mälzer (© SPD Lippe)

Stock hatte laut Mitteilung schon vor Monaten angekündigt, dass sie nicht wieder als Vorsitzende antreten will. Sie habe immer mehr Aufgaben in Düsseldorf übernommen. So ist sie Vorsitzende im Ausschuss für Bauen, Wohnen und Digitales sowie stellvertretende Sprecherin im Ausschuss für Heimat und Kommunales. "Ich möchte einfach mehr Zeit für die Bürgerinnen und Bürger in meinem Wahlkreis übrighaben", macht Ellen Stock deutlich.

Lasse Huxoll - © SPD Lippe
Lasse Huxoll (© SPD Lippe)

Derzeit gibt es nach Angaben von SPD-Kreisgeschäftsführer Rainer Brinkmann drei Kandidaturen für die Spitzenposition in der Sozialdemokratie in Lippe: "Beim Kreisparteitag treten die Vorsitzende der Frauen in der SPD, Katrin Freiberger (46), der SPD-Vorsitzende der Stadt Lemgo, Lasse Huxoll (27) sowie der Landtagsabgeordnete Dennis Maelzer (42) an. Alle sind dazu bereit, zukünftig in einem Zweierteam zu agieren. Freiberger und Maelzer treten ausschließlich für eine Doppelspitze an und möchten nicht den alleinigen Vorsitz übernehmen", heißt es weiter.

Die 150 Delegierten haben eine echte Wahl

"Die 150 Delegierten aus den Städten und Gemeinden in Lippe werden damit eine echte Wahl haben, was ich sehr begrüße. Mir ist es wichtig, dass nach der Wahl alle gemeinsam für das Wohl der Partei arbeiten werden. Nach einem Gespräch, das ich mit den Dreien geführt habe, bin ich mir da sicher", macht Stock deutlich.

Der Parteitag findet am Samstag, 22. Oktober, in Lemgo statt und wird den gesamten Vorstand neu wählen und die Lippischen Delegationen für die Regional-, Landespartei- und Bundesparteitage festlegen. Darüber hinaus soll es auch inhaltliche Diskussionen über die Vergaberichtlinien bei öffentlichen Aufträgen, den Personalschlüssel für Kräfte in der Altenpflege und andere aktuelle Fragen geben. Die Delegierten kommen aus den 48 Ortsvereinen mit insgesamt rund 2500 Mitgliedern sowie aus den Arbeitsgemeinschaften der Frauen, von den Arbeitnehmer, den Jusos und der AG 60plus.

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