Lemgo. Eigentlich hätte Annalena Korf schon vergangenes Jahr zu Weihnachten in ihrer Heimatkirche St. Nicolai eingesegnet werden sollen. Auch der zweite Anlauf zu Ostern musste wegen der Pandemie verschoben werden. Im Präsenzgottesdienst hat Superintendent Dr. Andreas Lange sie gestern für den christlichen Dienst am Nächsten gesegnet. Den Segnungs-Gottesdienst umrahmte Kirchenmusikdirektor Jobst-Hermann Koch an der Orgel. Die aus der Lemgoer St. Nicolai-Gemeinde stammende Diakonin hat ihr Abitur am Marianne-Weber-Gymnasium abgelegt und an der Fachhochschule der Diakonie in Bethel bei Bielefeld studiert. Der Dienst am Nächsten wurde ihr in die Wiege gelegt. Ihr Vater ist Pfarrer in Eben-Ezer und ihre Mutter in der diakonischen Krankenpflege tätig. Ihre Arbeitsstelle konnte sie bereits antreten beim offenen Jugendtreff in Schwerin, der zur sozialdiakonischen Arbeit der Evangelischen Jugend gehört. Superintendent Dr. Andreas Lange sagte in seiner Ansprache: „In Schwerin hat du deine neue Stelle angetreten, aber deine Wurzeln liegen in Lemgo. Wir freuen uns über deinen Entschluss als Diakonin in der Nächstenliebe beruflich tätig zu sein.“ Der Bibelvers, den du dir ausgesucht hast: „Der Glaube ohne Werke ist tot“ (Jakobus 2,17) zeigt, dass der Glauben trotz aller Gnade auch Werke benötigt. Was wäre das für ein Glauben, der fromm daherkommt aber den Nächsten auf der Straße liegen lässt?“ Glauben sei die Bereitschaft mit Herz und Hand loszugehen, anzufassen und hinzusehen. Diakone und Diakoninnen seien die, die in der christlichen Kirche tätige Nächstenliebe zum Beruf erwählen. Um ihren diakonischen Auftrag zu erfüllen segne sie die Kirche zu Beginn ihrer Tätigkeit. Mit ihrem Dienst am Menschen verbinden sie das Zeugnis des Evangeliums von der Liebe Gottes. Die frisch eingesegnete Diakonin Annalena Korf erhielt von Superintendent Dr. Andreas Lange einen Blumenstrauß und zahlreiche Glückwünsche aus ihrem Familienkreis und der Gottesdienstbesucher.