Lemgo. Eigentlich sollte Donnerstag im Falle der Voßheider Schliefenanlage gegen einen Vereinsvertreter verhandelt werden. Vorwurf ist, dass auf dem Gelände ein Fuchs gequält und Todesängsten ausgesetzt gewesen sein soll. Beim Schliefen werden Füchse für die jagdliche Ausbildung von Dackeln eingesetzt. Doch wegen der Erkrankung eines Rechtsanwalts wurde der Termin auf den 1. Juni verlegt. Ungeachtet der Verschiebung wenden sich die Tierschützer nun in einem offenen Brief an NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst. Initiative will alle Einrichtungen dicht machen Zusammen mit mehreren Tierschutz-, Umwelt- und Aktionsbündnissen sowie den Grünen und Linken fordert die Initiative „Schliefanlagen schließen!", alle Einrichtungen in NRW dicht zu machen und die Jagdhundeausbildung an lebenden Füchsen zu verbieten. Deutschlandweit würden noch 100 Anlagen mit scheuen Füchsen arbeiten. Die Tiere würden zudem in engen Zwingern halten, obwohl sie in freier Wildbahn Reviere von 100 Hektar und mehr bevorzugten. Schwarz-Gelb in NRW habe Bestrebungen gegen die sogenannte Baujagd zunichte gemacht – für die Initiative ein „Kniefall vor der Jagdlobby". Tierschutz dürfe nicht Freizeitinteressen der Jagdlobby untergeordnet werden, heißt es in dem Brief an Wüst.