Lemgoer Monocab und Innkuba Tubes punkten beim EFFRE-Wettbewerb

Till Brand

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Die bis zu 20 Meter langen erdstoffgefüllten Geotextilschläuche werden aufeinandergestapelt und halten so das Wasser ab. Da die Innkuba Tubes mit dem vor Ort vorhandenen Bodenmaterial gefüllt werden können, entfallen aufwendige Transporte. Das spart CO2, Zeit und Geld. - © TH OWL
Die bis zu 20 Meter langen erdstoffgefüllten Geotextilschläuche werden aufeinandergestapelt und halten so das Wasser ab. Da die Innkuba Tubes mit dem vor Ort vorhandenen Bodenmaterial gefüllt werden können, entfallen aufwendige Transporte. Das spart CO2, Zeit und Geld. (© TH OWL)

Lemgo. Mit gleich zwei Gemeinschaftsprojekten ist die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe unter die besten vier Platzierungen beim diesjährigen EFRE.Stars-Wettbewerb Nordrhein-Westfalen gekommen. Insgesamt 24 durch den EFRE unterstützte Projekte waren für den Wettbewerb eingereicht worden. Das teilt die Hochschule mit.

Alle leisten laut einer Mitteilung des zuständigen Landesministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie „einen Beitrag für ein besonders nachhaltiges und zukunftsfähiges Nordrhein-Westfalen“. Fünf Projekte standen nun anlässlich der Auftaktkonferenz für das EFRE/JTF-Programm Nordrhein-Westfalen 2021 bis 2027 in der Finalrunde und haben gepitcht.

Das Monocab OWL ist ein Gemeinschaftsprojekt

Bei dem Pitch belegte das Monocab OWL den dritten und die Innkuba Tubes den vierten Platz. Die beiden ersten Plätze gingen an die Projekte „Zink-Luft-Akkumulator“ und „Emissionsfreie Innenstadt Dortmund. Den fünften Finalplatz erreichte das Projekt „Rebau“. "Das Monocab OWL ist ein Gemeinschaftsprojekt der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe, des Fraunhofer ISOB-INA, der Landeseisenbahn Lippe und der Fachhochschule Bielefeld. Das kreiselgesteuerte Einschienensystem ist speziell als nachhaltiges Mobilitätssystem im ländlichen Raum konzipiert und soll dabei helfen, derzeit stillgelegte Bahnstrecken zu reaktivieren", erklärt die Hochschule in einer Pressemitteilung.

Der Monocab-Demonstrator, an dem das Fahrverhalten gemessen und getestet wird, fährt am 3. Oktober anlässlich des Maus-Türöffnertages der Landeseisenbahn Lippe auf Teilen der Teststrecke der Extertalbahn zwischen Bösingfeld und Nalhof.

Innkuba Tubes als Deiche der Zukunft

So soll das Monocab einmal aussehen. Die Größe der Fahrzeuge ist so gewählt, dass im Einschienen-System auch Begegnungsverkehr möglich ist. Ein Monocab kann in der Doppelkabine bis zu sechs Personen oder weniger Menschen mit entsprechenden Geräten wie Rollstühlen, Fahrrädern und Kinderwagen transportieren. - © TH OWL
So soll das Monocab einmal aussehen. Die Größe der Fahrzeuge ist so gewählt, dass im Einschienen-System auch Begegnungsverkehr möglich ist. Ein Monocab kann in der Doppelkabine bis zu sechs Personen oder weniger Menschen mit entsprechenden Geräten wie Rollstühlen, Fahrrädern und Kinderwagen transportieren. (© TH OWL)

Beim Projekt Innkuba Tubes wird laut Mitteilung am Deich der Zukunft geforscht. Gemeinsam mit der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und der Gütersloher Firma topocare sei dafür am Kieswerk der Firma Ahle in Lage eine innovative Deichbaulösung unter realen Bedingungen getestet worden. "Die Anlage besteht aus übereinanderliegenden mit Boden gefüllten Geotextilschläuchen von 90 Zentimetern Durchmesser. Diese Konstruktion erlaubt es, Deiche nicht so breit anlegen zu müssen. Das spart Fläche und Material. Außerdem erlaubt die Bauweise steilere Böschungsneigungen und ist überströmungssicher, der Damm kann also nicht brechen. Ein weiterer Vorteil: In den 20 Meter langen Schlauchsäcken wird Bodenmaterial verfüllt, das vor Ort vorgefunden wird. Das erspart CO2 – Emissionen durch Transporte sowie Kosten. Mit der neuen Bauweise können so bis zu 100 Meter Schlauch in einer Stunde verlegt werden", heißt es abschließend.

Info:

EFRE ist der Europäische Fonds für regionale Entwicklung, JTF steht für „Just Transition Fund“ (Fonds für einen gerechten Übergang). Dieses neue EU-Förderinstrument soll jenen Gebieten, die vom Übergang zur Klimaneutralität am stärksten betroffen sind, individuelle Hilfe bieten.

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