Lemgo. In Lemgo haben Gründer und Unternehmer die Möglichkeit, mit Hilfe von Förderprogrammen ihre Geschäftsideen umzusetzen und neue Standorte in den Hauptgeschäftsstraßen zu eröffnen. Ziel der Programme ist es, die Angebotsvielfalt in der Innenstadt zu stärken und neue Geschäfte anzusiedeln.
Bereits seit dem Jahr 2021 ist Lemgo laut Pressemitteilung der Stadtverwaltung Teil des Förderprogramms, das vom Land NRW unter dem Titel „Zukunftsfähige Innenstädte und Ortszentren“ neu aufgelegt worden ist.
Neue Geschäfte für die Innenstadt
Ein Ansinnen des Programms sei es, die Innenstädte zu beleben, indem leer stehende Geschäftsräume wieder genutzt werden. „Wir haben durch das Förderprogramm schon einige neue Geschäfte in die Lemgoer Innenstadt bringen können. Das ist der Grund, warum wir uns nach dem Auslaufen der ersten Runde um eine weitere Förderung bis Ende 2026 beworben haben“, erklärt Frank Limpke, Kämmerer und 1. Beigeordneter der Stadt.
Das Förderprogramm setzt auf das Zusammenspiel von Kommunen und Vermietern: „Vermieter setzen den Mietpreis bei der Neuvermietung herunter und vermieten die Räume an die Kommune. Die Kommune wiederum vermietet die Räume dann an die Unternehmer unter. So gehen die Vermieter kein Risiko ein, dass die Miete ausbleibt, und die Kommunen teilen sich mit dem Land die Kosten für die weitere Reduzierung der Miete. Die Neuansiedlungen profitieren von der finanziellen Unterstützung durch eine auf 40 Prozent der ortsüblichen Miete reduzierte Miete für bis zu zwei Jahre“, schildert die Verwaltung Einzelheiten.
Parallel gibt es ein städtisches Programm
Parallel existiert seit einem Jahr ein städtisches Programm, das das Landesprogramm ergänzt: „Für Gründer gibt es keine spürbaren Unterschiede. Für die Mietobjekte gibt es - im Gegensatz zum Landesprogramm - keine Größenbegrenzung der Ladenfläche, außerdem können Objekte auch ein zweites Mal gefördert werden. Für die Geschäfte und die Gründer gilt aber die Obergrenze von einer Förderung pro Kopf und Idee“, wird Kämmerer Limpke in der Mitteilung zitiert.
Als Ansprechpartner stehen Untermietern und Vermietern Tobias Vietz sowie Lemgo Marketing-Geschäftsführer Christoph Vieregge zur Verfügung. „Der Beginn einer Förderung kann kurzfristig erfolgen. Eine Förderung wird längstens für zwei Jahre gewährt. Voraussetzung ist eine Niederlassung im Fördergebiet der Lemgoer Innenstadt, und dass die Art des Gewerbes antragsberechtigt ist. Das Friseurhandwerk und Mobilfunkanbieter sind von der Förderung ausgeschlossen“, heißt es seitens der Stdt abschließend.