Lemgo. Dank Pedelec & Co. sind immer mehr Menschen in Lippe mit dem Fahrrad unterwegs. Doch leider halten Ausbau und Verbesserung des Radnetzes nicht mit. Das zumindest meint der ADFC Lippe (Allgemeiner deutscher Fahrradclub) und hat sich in den Kommunen umgeschaut. In loser Folge zeigt der ADFC auf, wo es gute Ansätze gibt und was zu bemängeln ist. Auch in Lemgo haben sich die Rad-Experten umgeschaut und vergeben für die Umgestaltung am Langenbrücker Tor durchaus gute Noten. Nach dem Neubau der Brücke am Langenbrücker Tor wurden die neuen Verkehrszeichen auf einem großen Naturstein installiert. Kein Problem, wenn der denn nicht so unglücklich positioniert worden wäre, dass Radfahrer Schlenker fahren mussten, um ihn zu umkurven, wie der ADFC es beschreibt. Neben dem zwei Meter breiten Gehweg verläuft der ebenso breite Zweirichtungs-Radweg aus Richtung Steinstoß über die Brücke. Um den Naturstein zu umfahren, kamen sich aber die Radler immer wieder gefährlich nahe, und das sorgte für überaus brenzlige Situationen. Blumenkübel verengen die Durchfahrt Darüber hinaus wurden dann noch zwei große Blumenkübel vor einigen Monaten so eng aufgestellt, dass statt der vier Meter nur noch eine Durchfahrtsbreite von zweieinhalb Metern übrig blieb. „Und das an der am stärksten befahrenen Stelle im Lemgoer Radnetz“, moniert der ADFC und hakte bei der Stadt nach. Mit Erfolg: Der Naturstein wurde so weit verschoben, dass die ursprüngliche Durchfahrtsbreite wieder gegeben war. Und auch die Blumenkübel rückten die städtischen Mitarbeiter weiter nach außen. Das aber, merkt Werner Kloppmann vom ADFC an, hätte noch besser umgesetzt werden können. So müssen die Radler von der Bahnschranke kommend weiterhin einen leichten Schlenker fahren, um zwischen den Kübeln durchzufahren. Ohne Not, wie der Fahrradexperte meint. „Hätte man den einen Kübel nur noch einen Meter weiter gen Naturstein versetzt, wäre die gerade Durchfahrt möglich gewesen.“ Ein Lob also für die Stadt und ihre Fahrradfreundlichkeit, das allerdings mit kleinem Abzug und mit der Bitte, im Sinne der Sicherheit der Radler die Blumenkübel noch einmal nachzujustieren.