Lemgo. Das Sommerwetter zeigte sich 2025 eher durchwachsen - der Freude an einem Freibadbesuch hat das im Lemgoer Eau-Le offenbar keinen Abbruch getan. „Von Mai bis August hatten wir rund 70.000 Besucherinnen und Besucher als reine Badegäste“, resümiert Stadtwerke-Sprecherin Maren Staczan - dabei seien Saunagäste, Schulkinder und Vereinsmitglieder nicht eingerechnet. „Im Vergleich zu den letzten Jahren merkt man, dass die Lipperinnen und Lipper wieder richtig Lust auf einen Freibadbesuch haben, da die Zahlen weiter nach oben gehen“, so Staczan. Zum Vergleich: 2024 besuchten 66.000 Gäste während der Freibadsaion das Bad. Zulauf aus dem Umland Laut Staczan ist ein Grund für den Zuwachs das Gäste-Plus aus den umliegenden Gemeinden: „Wir haben in diesem Sommer viele Besuchende aus den Nachbarstädten begrüßen dürfen - das fragen wir an der Kasse immer mal ab und wissen es auch aus Gesprächen mit den Gästen. Wir gehen davon aus, dass dieser große Zulauf auch damit zu tun hat, dass einige Freibäder nur eingeschränkt oder gar nicht geöffnet waren.“ Zudem bekomme das Kollegium im Eau-Le oft die Rückmeldung, „dass es bei uns so schön sauber und ruhig für Familien ist“. Die Stoßzeit bei hohen Temperaturen habe vor den Sommerferien unterhalb der Woche zwischen 15 und 17 Uhr gelegen, „am Wochenende direkt ab 10 Uhr“, so Staczan. „In den Ferien wurde es zum späteren Nachmittag etwas leerer, da war die Hauptbesuchszeit zwischen 10 und 15 Uhr.“ Die lang anhaltende Trockenphase mit hohen Temperaturen im Juni habe für täglichen Hochbetrieb gesorgt. „Der Juli war eher verregnet, und bei Regen war wenig Betrieb - an den einzelnen schönen und heißen Tagen dann aber direkt umso mehr.“ „Angenehme“ Gäste Insgesamt hätten die Gäste spontan auf das Wetter reagiert: Sobald es sommerlich war, strömten sie „ohne die klassischen ein, zwei Tage Anlaufzeit zwischen regnerisch und heiß direkt ins Freibad“. Auch an Tagen mit hoher Auslastung seien die Besucher „durchweg angenehm“ gewesen, sagt Staczan, die Atmosphäre trotz Hochbetriebs „recht entspannt“. Sauna in der Revision Wer angesichts herbstlicher Temperaturen in die Sauna-Saison starten möchte, steht derzeit vor verschlossenen Türen - jedenfalls noch bis zum 6. Oktober. So lange dauert die Revision in diesem Jahr. So werden in der Finn- und der Panoramasauna die Holzwände, -decken und Bänke ersetzt. „Die Saunen sind danach wie neu“, freut sich Sprecherin Staczan. Auch das Dampfbad erhält eine Überarbeitung, ebenso einige Duschbereiche. Um die Kapazitäten des beliebten Saunabereichs weiter zu erhöhen, steht eine größere Neuerung an: Bereits jetzt zieht die Strandsauna innerhalb des Saunagartens um, und zwar neben das Ruhehaus im Außenbereich. Hierfür wird der Zaun versetzt und der Garten ein wenig vergrößert. Der Blick der Saunierenden werde aus dem Strandwagen dann auf den kleinen Teich fallen. Durch den Umzug wird Platz geschaffen für eine neue Aufgusssauna, die noch im kommenden Winter aufgebaut werden soll. Diese werde mit 100 Quadratmetern viel Platz zum Durchatmen bieten. So könne es in der Panoramasauna derzeit während der Aufgüsse durchaus „kuschelig“ werden - eine Nähe, die viele Gäste spätestens seit der Coronazeit heute nicht mehr angenehm fänden, so Staczan. Neue Filtertechnik kommt Im Frühjahr schließlich soll neueste Schwimmbadtechnik in das Eau-Le einziehen. Dafür wird jetzt im vorderen Bereich bereits gebaut. Wasser und energiesparender soll die Technik sein, die im Hintergrund des Eau-Le dafür sorgt, dass das Wasser in den Schwimmbecken sauber und hygienisch bleibt. Jene Anlagen werden 2026 komplett erneuert. „Ein echter Techniksprung“ nennt Bereichsleiter Christian Piechuta die neuen drucklosen Schnellfilter. „Das Wasser wird dabei nicht mehr mit Pumpen durch die Filter gepresst, sondern fließt eigenständig durch das System“, erklärt er. Weil der neue Filtertyp mehr Raumhöhe benötige, werde er im neuen Gebäude installiert. Der Techniktausch soll im laufenden Badebetrieb erfolgen, was alle Freibadfreunde freuen dürfte: Der Außenbereich soll 2026 nämlich etwas früher öffnen, da das Freibad über eine eigene Technik verfügt und während der Umstellung unabhängig genutzt werden kann.